Freitag, Dezember 9, 2022

Umfrage: Großes Vertrauen in Pharma-Forschung

München (ots) –

– Corona-Pandemie hat Bedeutung von Forschung und Arzneimittelentwicklung aufgedeckt
– Hohe Erwartungen an medizinischen Fortschritt
– Jedoch: Politik bremst Innovationskraft der Branche

85 Prozent der Deutschen ist erst durch die Corona-Pandemie deutlich geworden, wie wichtig die Arzneimittelforschung ist. Das ergab eine repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Biotech-Unternehmens Amgen. Die Pandemie hat nachdrücklich gezeigt, dass nicht für jede Krankheit – sei sie auch weit verbreitet – Therapien existieren und dass es einen großen Bedarf für medizinische Forschung gibt. Mehr als drei Viertel der Befragten haben zugleich großes Vertrauen in die Forschungsunternehmen in Deutschland. Das vom Bundestag frisch beschlossene GKV-Finanzstabilisierungsgesetz schwächt allerdings massiv den Pharma-Standort und gefährdet dadurch die Gesundheitsversorgung.

Frühere Diagnose, höhere Lebensqualität, bessere Heilungschancen

Die Mehrheit der Deutschen schätzt die hohe Kompetenz der Pharmaunternehmen. Sie ist zuversichtlich, dass die Unternehmen qualitativ hochwertige Arzneimittel mit hohem Nutzen für Patient:innen entwickeln. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Deutschen: Sie gehen davon aus, dass sich die Anstrengungen vor allem auf die Heilung von Krankheiten fokussieren. Den höchsten Forschungsbedarf sehen die Befragten bei besonders lebensbedrohlichen Erkrankungen. Viele – besonders Ältere – erhoffen sich zudem eine frühere Diagnose und damit bessere Heilungschancen, z.B. bei Krebserkrankungen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung von Arzneimitteln gegen Krankheiten, die bisher noch nicht therapierbar sind. Aber auch die Erhaltung der Gesundheit im Alter sowie eine höhere Lebensqualität bei schweren Erkrankungen gehören zu den fünf meist genannten Erwartungen an die Arzneimittelforschung.

Chancen der biotechnologischen Forschung

Die hohen Erwartungen treffen auf eine ebenso hohe Zuversicht. 84 Prozent der Befragten gehen von großen Fortschritten in den nächsten fünf Jahren aus. Jeweils 36 Prozent rechnen damit, dass die größten Fortschritte bei den Heilungschancen, z.B. bei Krebs sowie bei den Diagnosemöglichkeiten von schweren Erkrankungen, erzielt werden. „Die Umfrageergebnisse zeichnen ein gutes Bild von den Chancen der Forschung, insbesondere in der Biotechnologie“, fasst Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH, zusammen. „Denn die biotechnologische Forschung schiebt bei der Entwicklung von innovativen Arzneimitteln die Grenzen des Möglichen immer weiter voran.“

Politik bremst medizinischen Fortschritt

Medizinischer Fortschritt benötigt finanzielle Ressourcen. Mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes hat die Bundesregierung nun allerdings hohe Kosten auf die pharmazeutische Industrie umverteilt. Allein der sogenannte Herstellerrabatt führt zu zusätzlichen Belastungen von 1,3 Milliarden Euro für 2023. Hinzu kommen gravierende Eingriffe in das Erstattungssystem. Zusätzlich erschwerend ist, dass die Pharmabranche steigende Produktionskosten aufgrund der regulierten Arzneimittelpreise nur sehr begrenzt weitergeben kann. „Der Kostendruck steigt“, sagt Heinzer. „Eine Folge wird es sein, dass notwendige Gelder für Forschungsinvestitionen fehlen werden. Auch kann es sein, dass neue Arzneimittel sehr viel später oder sogar gar nicht in Deutschland eingeführt werden. Für eine gute Gesundheitsversorgung reicht es nicht, wenn innovative Medikamente erforscht und produziert werden. Sie müssen auch bei den Menschen eingesetzt werden können. Es braucht also ein Gesundheitssystem, das Fortschritt honoriert, statt sich kaputtspart. Noch ist das deutsche Gesundheitssystem gut aufgestellt. Patientinnen und Patienten können schneller innovative Medikamente bekommen als in fast allen anderen Ländern – bei gleichzeitig stabilen Arzneimittelausgaben. Es ist nicht zu verstehen, dass die Politik nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie die medizinische Forschung und einen wichtigen Industriezweig in Deutschland ausbremst.“

Zur Studie

Für die Studie zur Wertigkeit von Gesundheit und innovativen Therapien wurden 1.000 Deutsche im Auftrag von Amgen repräsentativ befragt. Die Befragung führte das Marktforschungsunternehmen Toluna im August 2022 online durch.

Über Amgen

Amgen ist ein global führendes unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das seit über 40 Jahren besteht und heute mit etwa 24.000 Mitarbeitenden in fast 100 Ländern vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an zwei Standorten mit rund 750 Mitarbeitenden jeden Tag daran, Patient:innen zu helfen. Weltweit profitieren jährlich Millionen von Menschen mit schweren oder seltenen Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Neben Originalpräparaten beinhaltet unser Portfolio auch Biosimilars. Wir verfügen über eine vielfältige Pipeline. www.amgen.de

Referenzen

1. Amgen-Studie zur Wertigkeit von Gesundheit und innovativen Therapien, Marktforschungsinstitut Toluna, August 2022

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Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den aktuellen Erwartungen und Einschätzungen von Amgen basieren. Alle Aussagen, mit Ausnahme von Aussagen über Fakten aus der Vergangenheit, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Dies gilt auch für Aussagen über Ertragsprognosen, Betriebsergebnismargen, Investitionsaufwendungen, liquide Mittel oder andere Finanzkennzahlen, erwartete gerichtliche, schiedsgerichtliche, politische, regulatorische oder klinische Ergebnisse oder Praktiken, Verhaltensmuster von Kunden und Verschreibern, Entschädigungsaktivitäten und -ergebnisse sowie andere ähnliche Prognosen und Ergebnisse.

Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit beträchtlichen Risiken und Unwägbarkeiten behaftet, einschließlich der nachfolgend genannten und in den von Amgen eingereichten Security and Exchange Commission-Berichten näher beschriebenen. Dazu gehört auch unser jüngster Jahresbericht auf dem Formblatt 10-K sowie nachfolgende Periodenberichte auf den Formblättern 10-Q und Form 8-K. Sofern nichts anderes angegeben ist, trifft Amgen diese Aussagen zum vermerkten Datum und verpflichtet sich nicht dazu, in diesem Dokument enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, wenn neue Informationen vorliegen, Ereignisse eintreten oder aufgrund anderer Gründe.

Für zukunftsgerichtete Aussagen kann keine Garantie übernommen werden und tatsächliche Ergebnisse können von den erwarteten abweichen. Unsere Ergebnisse werden dadurch beeinflusst, wie erfolgreich wir neue und bestehende Produkte im In- und Ausland vermarkten. Sie hängen von klinischen und regulatorischen Entwicklungen ab, die aktuelle und zukünftige Produkte betreffen, von der Umsatzsteigerung bei kürzlich eingeführten Produkten, vom Wettbewerb mit anderen Produkten (einschließlich Biosimilars), von Problemen oder Verzögerungen bei der Herstellung unserer Produkte sowie von globalen Wirtschaftsbedingungen. Darüber hinaus wird der Vertrieb unserer Produkte vom Preisdruck, der Wahrnehmung in der Politik und der Öffentlichkeit und von den Erstattungsrichtlinien der privaten und gesetzlichen Krankenkassen sowie Regierungsbehörden und Managed Care Provider beeinflusst und kann zudem von Entwicklungen bei gesetzlichen Bestimmungen, klinischen Studien und Richtlinien sowie nationalen und internationalen Trends zur Eindämmung von Kosten im Gesundheitswesen beeinflusst werden. Überdies unterliegen unsere Forschungs- und Testarbeit, unsere Preisbildung, unser Marketing und andere Tätigkeiten einer starken Regulierung durch in- und ausländische staatliche Aufsichtsbehörden. Wir oder andere könnten nach der Markteinführung unserer Produkte und Medizinprodukte Sicherheits- oder Herstellungsprobleme oder Nebenwirkungen feststellen. Unser Unternehmen könnte von behördlichen Untersuchungen, Rechtsstreitigkeiten und Produkthaftungsklagen betroffen sein. Darüber hinaus könnte unser Unternehmen von neuen Steuergesetzen betroffen sein, die zu erhöhten Steuerverbindlichkeiten führen. Für den Fall, dass wir unseren Verpflichtungen aus der mit den US-Regierungsbehörden geschlossenen Vereinbarung zur Unternehmensintegrität nicht nachkommen, drohen beträchtliche Sanktionen. Außerdem könnte der Schutz für unsere Produkte und Technologie, der durch angemeldete und erteilte Patente sichergestellt wird, von unseren Mitbewerbern angegriffen, außer Kraft gesetzt oder unterlaufen werden. Zudem könnten wir in aktuellen oder zukünftigen Rechtsstreitigkeiten unterliegen. Wir führen einen Großteil unserer kommerziellen Fertigung in wenigen Schlüsselbetrieben, unter anderem in Puerto Rico, durch und sind darüber hinaus bei unseren Herstellungsaktivitäten teilweise von Dritten abhängig. Lieferengpässe können den Vertrieb bestimmter aktueller Produkte und die Entwicklung von Produktkandidaten beschränken. Für die Entwicklung mancher unserer zukünftigen Produkte und für die Vermarktung und den Vertrieb mancher unserer Handelsprodukte setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Dritten. Zudem stehen wir bezüglich vieler der von uns vermarkteten Produkte sowie in Bezug auf die Entdeckung und Entwicklung neuer Produkte in Konkurrenz zu anderen Unternehmen. Die Entdeckung oder Identifizierung neuer Produktkandidaten und die Indikationserweiterung für bestehende Produkte kann nicht garantiert werden, und der Schritt vom Konzept zum Produkt ist nicht gesichert. Daher kann nicht dafür garantiert werden, dass ein bestimmter Produktkandidat oder die Indikationserweiterung eines bestehenden Produktes erfolgreich sein und vermarktet werden wird. Des Weiteren werden manche Rohstoffe, Medizinprodukte und Komponenten für unsere Produkte ausschließlich von Drittanbietern geliefert. Einige unserer Vertriebspartner, Kunden und Kostenträger haben erheblichen Einfluss auf ihre Verkaufsverträge mit uns. Die Entdeckung signifikanter Probleme mit einem Produkt, das einem unserer Produkte ähnelt, kann auf eine gesamte Produktklasse zurückfallen und den Vertrieb der betreffenden Produkte, unser Unternehmen und unser Betriebsergebnis stark beeinträchtigen. Die Akquisition anderer Unternehmen oder Produkte unsererseits sowie unsere Anstrengungen zur Eingliederung aufgekaufter Betriebe kann fehlschlagen. Wir sind immer stärker von IT-Systemen, Infrastruktur und Datensicherheit abhängig. Technische Ausfälle, Cyberangriffe oder Verstöße gegen Datensicherheit können die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit unserer Systeme und unserer Daten beeinträchtigen. Unser Aktienkurs schwankt und kann von unterschiedlichsten Ereignissen beeinflusst werden. Unser Geschäftserfolg kann die Zustimmung unseres Verwaltungsrats zur Ausschüttung einer Dividende sowie unsere Fähigkeit zur Zahlung einer Dividende oder zum Rückkauf unserer Stammaktien beschränken. Möglicherweise gelingt es uns nicht, Geld zu günstigen Konditionen am Kapital- und Kreditmarkt aufzunehmen oder überhaupt Geld aufzunehmen.

Pressekontakt:
Dr. Corinna Jacob
E-Mail: [email protected]
Telefon: 089-149096-1604
Original-Content von: Amgen GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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