Dienstag, Mai 17, 2022

Händedesinfektion im Alltag – So geht’s richtig

Berlin (ots) –

Haben Sie auch immer ein Fläschchen im Täschchen? Ein Händedesinfektionsmittel? Selten bekam die „Desinfektion“ so viel Aufmerksamkeit wie im Laufe der Corona-Pandemie. Immer dann, wenn wir in unserem Umfeld mit vielen oder kranken Menschen in Kontakt kommen, ist neben dem Händewaschen auch eine gründliche Händedesinfektion ratsam. Zum morgigen Welthändehygienetag erklärt Dr. Meike Criswell, Expertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI e.V.), worauf es bei der richtigen Händedesinfektion ankommt.

Viren und Bakterien gelangen über verschiedene Wege in unseren Körper. Unsere Hände übertragen etwa 80 Prozent aller Infektionskrankheiten. Sowohl virale Erreger – wie Erkältungs-, Grippe- oder auch Corona-Viren – als auch bakterielle Erreger, die zum Beispiel Magen-Darm-Infekte hervorrufen, können über die Hände übertragen werden. Berühren wir mit den Händen das Gesicht, können die Erreger über die Mund-, Nasen- oder Augenschleimhaut in unseren Körper gelangen.

Sich und andere schützen – Infektionsketten unterbrechen

Regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren können Infektionsketten in nur wenigen Sekunden erfolgreich unterbrechen. Vor allem eine Händedesinfektion kann die Anzahl an Bakterien, Pilzen oder Viren in einem solchen Umfang reduzieren, dass die desinfizierte Fläche nicht mehr infektiös ist. „Es gibt eine Vielzahl an Desinfektionsmitteln mit unterschiedlichen Wirkspektren. Je nachdem, ob sie gegen Bakterien, Pilze oder Viren wirken, unterscheidet man zum Beispiel zwischen bakteriziden, fungiziden, begrenzt viruziden und viruziden Desinfektionsmitteln. Entscheidend bei der Händedesinfektion ist immer die Kombination aus Einreibezeit, Einreibetechnik und Wirkspektrum“, erklärt Dr. Criswell. „Häufig kommt es bei der Händedesinfektion zu sogenannten Benetzungslücken. Dies ist der Fall, wenn einzelne Hautstellen der Hände nicht mit Desinfektionsmittel in Kontakt kamen“, sagt Dr. Criswell. Hier kommt es auf die richtige Technik an.

Hygienische Händedesinfektion – Schritt für Schritt erklärt

– Tragen Sie eine ausreichende Menge (ca. 3 Milliliter) an Desinfektionsmittel auf den Handinnenflächen auf und verreiben Sie es gründlich, in dem Sie Ihre Handinnenflächen aneinander reiben.
– Reiben Sie im Anschluss das Desinfektionsmittel mit der rechten Handinnenfläche über den linken Handrücken – und andersherum.
– Denken Sie auch daran, die Finger-Zwischenräume zu desinfizieren, in dem Sie die Handflächen mit verschränkten Fingern aneinander reiben.
– Desinfizieren Sie ebenfalls die Handgelenke und Daumen. Umschließen Sie dafür den jeweiligen Daumen mit der Handinnenfläche der anderen Hand.
– Im letzten Schritt reiben Sie Ihre Fingerkuppen und Nägel einer Hand an der Handinnenfläche der anderen Hand.
– Wichtig ist: Jeder Schritt sollte etwa fünf Sekunden andauern. „Lassen Sie das Desinfektionsmittel in die Haut einziehen und wischen oder waschen Sie es nach dem Auftragen nicht ab.

Übrigens: Die gleichen Abläufe lassen sich auch für das Händewaschen übernehmen.

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, [email protected]
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Hohe Kosten durch Fehlzeiten und schlechte Leistung am Arbeitsplatz: App mit KI soll volkswirtschaftlichen Schaden in deutschen Unternehmen minimieren

Baden-Baden (ots) - Alexander Srokovskyi ist Inhaber mehrerer Praxen für Physiotherapie und Osteopathie, Autor und Experte für...

Alexander Srokovskyi wird unsterblich: Dieser Medizinexperte hat sich selbst digitalisiert – und hilft jetzt mit KI

Baden-Baden (ots) - Alexander Srokovskyi sieht Zusammenhänge und Verbindungen im Körper des Patienten, wie nur wenige Spezialisten...

CED kennt kein Alter / Takeda bietet Betroffenen Plattform zum Welt-CED-Tag

Berlin (ots) - Chronische Erkrankungen werden häufig mit einem hohen Alter assoziiert. Gerade auch deshalb werden vielschichtige...

Barbara und Peter Seidel: Uneingeschränkt leben trotz Typ-2-Diabetes

Brannenburg (ots) - Barbara und Peter Seidel unterstützen Menschen mit Typ-2-Diabetes dabei, ihren Lebensstil nachhaltig umzustellen. So...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Hohe Kosten durch Fehlzeiten und schlechte Leistung am Arbeitsplatz: App mit KI soll volkswirtschaftlichen Schaden in deutschen Unternehmen minimieren

Baden-Baden (ots) - Alexander Srokovskyi ist Inhaber mehrerer Praxen für Physiotherapie und Osteopathie, Autor und Experte für HealthTech. Gemeinsam mit seinem Team hat er...

Alexander Srokovskyi wird unsterblich: Dieser Medizinexperte hat sich selbst digitalisiert – und hilft jetzt mit KI

Baden-Baden (ots) - Alexander Srokovskyi sieht Zusammenhänge und Verbindungen im Körper des Patienten, wie nur wenige Spezialisten es können: "Das Problem ist, dass junge...

CED kennt kein Alter / Takeda bietet Betroffenen Plattform zum Welt-CED-Tag

Berlin (ots) - Chronische Erkrankungen werden häufig mit einem hohen Alter assoziiert. Gerade auch deshalb werden vielschichtige Krankheiten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), die zumeist...