Mittwoch, Januar 14, 2026

Fahrig, zerstreut, vergesslich: Ist das jetzt Demenz? / Besteht der Verdacht auf Demenz, kann mittels moderner Diagnostik Klarheit geschaffen werden

Baierbrunn (ots) –

Das Gehirn eines jeden Menschen altert. Gedächtnispannen stellen sich ein, die man zuvor nicht von sich kannte. Viele fragen sich dann: Ist das normale Altersvergesslichkeit – oder der Beginn einer schweren Erkrankung? Wertvolle Infos und Tipps zum Thema Demenz gibt das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Oft sind die Sorgen unbegründet

Erster Ansprechpartner, wenn Menschen fürchten, dement zu werden, ist der Hausarzt. Auch wenn dieser selbst keine spezialisierte Demenz-Diagnostik durchführen kann, ist er doch Vermittler – und oft auch Beruhiger. „Es ist wichtig, Patienten vor Überversorgung zu bewahren“, sagt Prof. Dr. Jörg Schelling, Allgemeinarzt in Martinsried bei München. Zwar steigt die Zahl der Menschen, die an Demenz erkrankt sind, rapide – schätzungsweise 1,6 Millionen Deutsche sind betroffen, etwa 60 Prozent davon haben Demenz vom Typ Alzheimer. „Die meisten, die sich Sorgen machen, sind aber trotzdem gesund“, sagt Schelling. Besteht ein Verdacht, überweist der Hausarzt zum Neurologen oder Psychiater.

Klären, ob behandelbare Ursache vorliegt

Um die Erkrankung frühzeitig festzustellen, ist eine komplexe Diagnostik nötig, schreibt der „Senioren Ratgeber“. Anfangs ähneln die Symptome der normalen Altervergesslichkeit: Wörter fallen nicht ein, das Kurzzeitgedächtnis zeigt Lücken. Mit speziellen Tests lässt sich der Unterschied meist erkennen. Zudem wird eine Aufnahme vom Gehirn vorgenommen. Liefern die Test kein klares Ergebnis, kann eine Untersuchung von Nervenwasser sinnvoll sein. Eine Diagnose ist auch deshalb von Vorteil, weil mithilfe von Medikamenten, Antidementiva genannt, sich die geistigen Fähigkeiten bei der Alzheimer-Erkrankung eine Weile stabil halten lassen.

Wichtig ist Klarheit auch, weil eine behandelbare Ursache hinter den Beschwerden stecken kann. Geht die Demenz von verengten Blutgefäßen im Gehirn aus, kann man den Verlauf durch eine gefäßschützende Therapie verzögern. In manchen Fällen schränken auch Infektionen, Tumoren oder ein erhöhter Hirndruck die geistigen Fähigkeiten ein.

Viele weitere hilfreiche Tipps und wertvolle Informationen zum Thema finden Sie im großen Demenz-Spezial in der Oktober-Ausgabe des „Senioren Ratgeber“. Unter anderem erzählen Menschen mit Demenz sowie Angehörige, was ihnen hilft.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 10/2021 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.senioren-ratgeber.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/seniorenratgeberDE/).

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
Tel. 089 / 744 33 360
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de
Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

„Sweet Tooth Trial“: Die Vorliebe für den süßen Geschmack lässt sich nicht abgewöhnen / Neujahrsvorsatz „weniger süß“ durch aktuelle Studie infrage gestellt

Köln (ots) - "Weniger süß zu essen" zählt zu den klassischen Vorsätzen zum Jahresbeginn - schließlich stehen...

Au revoir, Sido: Plattform darf keine Werbung für Medizinalcannabis mehr mit Rap-Musiker machen / Einstweilige Verfügung wird Bloomwell nun zugestellt – Politik gefragt

Düsseldorf (ots) - Die Apothekerkammer Nordrhein geht auch weiter erfolgreich gegen Plattformen vor, die offensichtlich Medizinalcannabis zu...

2025: Apothekenzahl sinkt auf 16.601 Betriebsstätten

Berlin (ots) - Das Apothekensterben in Deutschland hält an. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch...

Schlaf neu erleben: Lanserhof präsentiert Schlafinnovation der Spitzenklasse

Sylt (ots) - Der Lanserhof Sylt setzt einen neuen Meilenstein in der modernen Schlafmedizin. Mit dem Neuro...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

„Sweet Tooth Trial“: Die Vorliebe für den süßen Geschmack lässt sich nicht abgewöhnen / Neujahrsvorsatz „weniger süß“ durch aktuelle Studie infrage gestellt

Köln (ots) - "Weniger süß zu essen" zählt zu den klassischen Vorsätzen zum Jahresbeginn - schließlich stehen süß schmeckende Lebensmittel seit Jahren im Verdacht,...

Au revoir, Sido: Plattform darf keine Werbung für Medizinalcannabis mehr mit Rap-Musiker machen / Einstweilige Verfügung wird Bloomwell nun zugestellt – Politik gefragt

Düsseldorf (ots) - Die Apothekerkammer Nordrhein geht auch weiter erfolgreich gegen Plattformen vor, die offensichtlich Medizinalcannabis zu Genusszwecken anbieten. "Werbung mit Musikern - im...

2025: Apothekenzahl sinkt auf 16.601 Betriebsstätten

Berlin (ots) - Das Apothekensterben in Deutschland hält an. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken. Das sind 440 Apotheken oder...