Mittwoch, Februar 4, 2026

EU-Projekt „UNCAN-CONNECT“ revolutioniert Krebsforschung und -behandlung durch europaweite, datengestützte Zusammenarbeit

Hall in Tirol (ots) –

Privatuniversität UMIT TIROL leitet einen Anwendungsfall mit einem Forschungsvolumen von einer Million Euro

Anfang Januar fand das erste Konsortialtreffen der Partner des Horizon Europe Projektes „UNCAN-CONNECT“ statt, welches durch eine europaweite datengestützte Zusammenarbeit die Krebsforschung und -behandlung revolutionieren soll. Im Rahmen des fünfjährigen Projektes mit einem Forschungsvolumen von 30 Millionen Euro arbeiten europaweit 53 Partnerorganisationen und -unternehmen zusammen. Das Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment (IPH) der Privatuniversität UMIT TIROL leitet in diesem wegweisenden, innovativen EU-Projekt einen Anwendungsfall mit einem Forschungsvolumen von einer Million Euro.

Krebserkrankungen sind zweithäufigste Todesursache in Europa

Hintergrund für das Projekt „UNCAN-CONNECT“ ist die Tatsache, dass Krebserkrankungen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache darstellen. Ohne entschiedene Maßnahmen werden sie bis 2035 zur führenden Todesursache in Europa. Das Projekt legt den Fokus auf die sechs großen Krebsarten Pädiatrische Tumore, lymphoide Malignome, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Eierstockkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs. Die UMIT TIROL leitet im Rahmen von „UNCAN-CONNECT“ den Anwendungsfall zu Eierstockkrebs.

Effektive Nutzung von Krebsdaten durch offenen und dezentralen Datenraum

“Mit dem EU-Projekt wollen wir für Forschende, kleine und mittlere Unternehmen sowie für Innovatoren in Europa die Möglichkeit schaffen, Krebsdaten aus Krankenhäusern, Krebsregistern oder Biodatenbanken effektiv zu nutzen und so die Krebsforschung zu revolutionieren“, erklärt die Projektleiterin Dr. Lára Hallsson vom IPH der Privatuniversität UMIT TIROL. „Unser Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure einen offenen und dezentralisierten Datenraum zu schaffen, der das Zusammenspiel verschiedener Systeme, Techniken und Organisationen ermöglicht. Damit können dann erstmals länderübergreifend Daten mit modernen Data Science Methoden analysiert und Empfehlungen für personalisierte Krebsbehandlung abgeleitet werden“, sagt Hallsson, die am IPH der Privatuniversität UMIT TIROL die Koordinatorin des Programmes für Kausalinferenz ist. Assoz.-Prof. Dr. Gaby Sroczynski, Leiterin des Programms für Medical Decision Making an der Privatuniversität UMIT TIROL, hebt hervor: “Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es nicht nur technische Lösungen bietet, sondern auch ein Governance-, Compliance- und Betriebsframework entwickelt, das die ethischen und rechtlichen Anforderungen an den Umgang mit sensiblen Daten in Europa berücksichtigt.”

IPH der Privatuniversität UMIT TIROL ist Partner von neun EU-Projekten

Univ.-Prof. Dr. Uwe Siebert, Leiter des IPH der Privatuniversität UMIT TIROL, freut sich, dass sein Institut nach einem europaweitem kompetitiven Ausschreibungsverfahren als Partner für das EU-Projekt „UNCAN-CONNECT“ ausgewählt wurde. „In diesem Projekt können wir unser Know-how im Bereich entscheidungsanalytische Modellierung verknüpft mit Data Science Methoden und Kausalevaluation, welches wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, ideal einbringen und damit evidenzbasierte Empfehlungen für die Gesundheitspolitik und personalisierte Behandlungskonzepte entwickeln“, sagt Univ.-Prof. Dr. Uwe Siebert.

Das IPH der Privatuniversität UMIT TIROL ist aktuell bereits Partner von neun laufenden EU-Projekten, in denen die UMIT TIROL-Wissenschaftler*innen ihre umfassende Forschungskompetenz mit modernsten Methoden aus Data Science und Modellierung unter Beweis stellen.

Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele: „Forschung mit direktem Nutzen für die Menschen“

Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele betont die Bedeutung des Projektes:

„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie die UMIT TIROL als Vorreiterin in zahlreichen Forschungsbereichen nicht nur innovative Lösungen entwickelt, sondern diese auch direkt für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung einsetzt. Durch die Nutzung modernster Data-Science-Methoden und den Aufbau eines europaweiten Datenraums trägt die UMIT TIROL entscheidend dazu bei, personalisierte Krebsbehandlungen voranzutreiben. Solche Projekte sind von unschätzbarem Wert, um die medizinische Versorgung nachhaltig zu verbessern und das Leben vieler Patientinnen und Patienten zu retten.“

Pressekontakt:
UMIT TIROL – Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und –
technologie
Mag. Johannes Schwaighofer
Telefon: 06644618201
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.umit-tirol.at
Original-Content von: UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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