Dienstag, April 14, 2026

BPI zur Bundestagswahl: Ein Masterplan Wirtschaft ist dringend nötig

Berlin (ots) –

„Die neue Bundesregierung muss der Wirtschaft und der Stärkung des Pharmastandorts endlich oberste Priorität einräumen“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen anlässlich des Schlussspurts im Bundestagswahlkampf. Und dabei geht es um nichts Geringeres als darum, unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und eine qualitativ hochwertige Versorgung für alle zu erhalten. „Dafür brauchen wir unbedingt auch Sofortmaßnahmen im Pharmasektor.“

„Mit unserem Masterplan Pharma (https://www.bpi.de/pharmaindustrie/standort-deutschland/masterplanpharma) haben wir konkrete Vorschläge gemacht, die die Verantwortlichen nach der Wahl schnell umsetzen sollten. Für die Unternehmen der Leitindustrie Pharma ist langfristige Planungssicherheit und Verlässlichkeit genauso wichtig, wie faire und investitionsfreudige Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung, Produktion und auch Erstattung.

Die Pharmabranche leidet aktuell wie die restliche Wirtschaft unter den strukturellen Problemen. Wir haben ein schlechtes Quartett aus überbordender Bürokratie, Fachkräftemangel, zu hohen Energiekosten und bröckelnder Infrastruktur. Zudem muss die Arzneimittelpolitik wieder deutlich innovationsfreundlicher werden. Auch muss sich Generika-Produktion in Deutschland wieder lohnen.

Zuletzt gab es etwa beim ALBVVG und dem Medizinforschungsgesetz durchaus richtige Ansätze in der Gesundheitspolitik. Es war richtig, zur Verbesserung der Versorgungslage bei der Preisbildung anzusetzen. Allerdings hätten die Entlastungen nicht nur die medial prominenten Kinderarzneimittel und Antibiotika, sondern alle Arzneimittel der Grundversorgung in den Fokus nehmen sollen. Das hätte einen wirksamen Beitrag bei der Bekämpfung der Lieferengpässe geleistet. Auch beim Medizinforschungsgesetz hat der Bundesgesundheitsminister grundsätzlich die richtige Richtung eingeschlagen und Anreize gesetzt, indem etwa die von uns als BPI immer wieder geforderten beschleunigten und vereinfachten Genehmigungs- und Anzeigeverfahren für sichere klinische Prüfungen umgesetzt wurden.

Damit Deutschland wieder als Studien- und Forschungsstandort attraktiv wird, braucht es allerdings noch mehr Anstrengungen, gerade im Bereich der Erstattungspolitik. Die Fehlentwicklungen bei den AMNOG-Leitplanken und Abschlägen für Kombinationstherapien müsse dringend korrigiert werden. Denn ein politisches Bekenntnis zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfordert auch eine faire Honorierung von Forschungsergebnissen. Hier muss eine neue Bundesregierung unbedingt nachsteuern.“

„Die gesamte pharmazeutische Branche braucht dringend verlässliche Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten und die Wirtschaft zu stärken.“

Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, [email protected]
Laura Perotti (Stellvertretende Pressesprecherin),
Tel. 030 27909-131, [email protected]
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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