Donnerstag, Januar 29, 2026

Artilysin®: Vielversprechender Ansatz bei Acinetobacter baumannii infizierten Wunden

Triesenberg, Liechtenstein (ots) –

Schwere Wundinfektionen erweisen sich zunehmend als ernsthafte medizinische Herausforderung. Komplikationen entstehen insbesondere durch die hohe Anzahl an Infektionen mit resistenten oder multiresistenten Erregern.

„Infektionen mit resistenten Bakterien stellen nach wie vor die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. Kürzlich haben die Vereinten Nationen darauf hingewiesen, dass allein im Jahre 2019 fast fünf Millionen Tote weltweit auf das Konto resistenter Infektionserreger gehen“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Volkhard A. J. Kempf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Frankfurt der Goethe-Universität.

Acinetobacter baumannii ist einer dieser Erreger. Seine Besonderheit: Er wird oft im Zusammenhang mit Infektionen bei Patienten aus Kriegsgebieten beobachtet, so auch kürzlich bei Soldaten aus dem Ukraine-Krieg. Infektionen mit einem der konstant zunehmenden multiresistenten A. baumannii Stämme sind oft nur noch mit wenigen Reserveantibiotika adressierbar oder im schlimmsten Fall unbehandelbar.

„Schwere Wundinfektionen müssen meist operativ in mehreren Eingriffen behandelt werden. Da Bakterien sich auch immer im benachbarten und oft nicht entfernbaren Gewebe befinden, ist ein innovativer Ansatz einer lokalen Behandlung mit Artilysin® eine aussichtsreiche Zukunftsstrategie“, erläutert Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Marzi, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt der Goethe-Universität.

Die Artilysin®-Technologie umfasst vom Lysando-Team speziell designte antibakterielle Moleküle aus flexibel kombinierbaren Modulen.

Im Rahmen der Förderinitiative KMU-innovativ-22 des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) kollaboriert Lysando mit dem Universitätsklinikum Frankfurt am Main. In enger Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. med. Kempf und Univ.-Prof. Dr. med. Marzi wurde die Entwicklung von Artilysin®-Prototypen vorangetrieben. Die speziell entwickelten Moleküle weisen starke antibakterielle Aktivität gegen klinische A. baumannii Stämme auf, insbesondere auch gegen multiresistente und weitere gramnegative Keime.

Diese Ergebnisse schaffen eine vielversprechende Grundlage für neue therapeutische Ansätze im Kampf gegen diese problematischen Pathogene.

Über Lysando AG

Die Lysando AG ist Marktführer für antimikrobielle Proteine, sogenannte Artilysin® Moleküle. Diese können problemverursachende Bakterien effektiv eliminieren, ohne hohes Risiko von Resistenzbildung und Dysbalancen. Artilysin® stellt eine innovative, patentrechtlich geschützte und zudem umweltfreundliche Technologie mit mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten dar: einerseits in der Human- und Tiermedizin, aber zum Beispiel auch in der Kosmetikindustrie.

Die Forschungseinrichtung der Lysando AG ist die Lysando Innovations Lab GmbH mit Sitz im Regensburger BioPark. Der BioPark Regensburg fördert Unternehmen der Biotechnologie, Medizintechnik, Diagnostik & Analytik sowie die Gesundheitswirtschaft des Standorts Regensburg.

Pressekontakt:
Verena Schossmann
Tel: +41(0)79 211 83 42
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: Lysando AG, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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