Samstag, Februar 24, 2024

Vor dem Start in die Ferien: FSME-Impfschutz prüfen / Zeckenaktivität auch im Herbst!

Berlin (ots) –

Die Herbstferien stehen vor der Tür und viele Deutsche zieht es in dieser Zeit raus in die Natur. Doch Vorsicht: Die Zeckensaison kann hierzulande aufgrund der immer wärmeren Temperaturen bis in den November andauern.[1] Die richtige Vorsorge bleibt deshalb auch im Herbst wichtig, denn Zecken können die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, übertragen. Viele beliebte deutsche Ferienziele liegen zudem in FSME-Risikogebieten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen, die in diesen Gebieten mit Zecken in Kontakt kommen können, zum Beispiel beim Ausflug ins Grüne, beim Spaziergang mit dem Hund oder bei einer Fahrradtour durch Wald und Wiesen. Deutschlandweit sind mittlerweile mehr als 40 Prozent aller Stadt- und Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen.[2] Wer im Herbst noch einen Urlaub oder Ausflug dorthin plant, kann ein schnelles Impfschema nutzen, mit dem in wenigen Wochen ein Impfschutz aufgebaut wird.

FSME ist eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems, bei der es zu dauerhaften Lähmungen sowie Schluck- und Sprechstörungen kommen kann. In schweren Fällen kann sie tödlich verlaufen. „FSME ist nicht mit Medikamenten heilbar, das macht sie so gefährlich“, erklärt Prof. Dr. med. Tomas Jelinek vom Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin. „Durch Impfen kann man sich jedoch schützen – und das geht auch noch recht kurzfristig innerhalb weniger Wochen. Idealerweise stimmt man sich dazu ein paar Wochen vor dem geplanten Aufenthalt mit seinem Arzt bzw. seiner Ärztin ab.“

FSME-Risiko steigt deutschlandweit, Vorsorge (fast) ganzjährig wichtig

Wer erst für die nächste Saison vorsorgen will, der kann die Wintermonate für den Aufbau eines mehrjährigen FSME-Impfschutzes nutzen. Hierfür sind drei Impfungen in einem bestimmten zeitlichen Abstand notwendig. „Die Wintermonate sind daher ideal, um den Impfschutz bis zur nächsten Zeckensaison im Frühjahr aufzubauen“, betont Prof. Dr. Jelinek. Diese Vorsorge wird immer wichtiger, denn Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, findet man längst nicht mehr nur in Süd- und Mitteldeutschland. Durch den Klimawandel breiten sie sich immer weiter nach Norden und Osten aus.[3] Allein in den letzten zehn Jahren nahm so die Anzahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland um etwa ein Viertel zu: Aktuell sind es 178 Stadt- und Landkreise.[2,4] Um bestmöglich vorzusorgen, sollte man – neben der Impfung – lange, helle Kleidung tragen, den Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich absuchen und Anti-Zeckenspray verwenden. Kommt es aller Vorsicht zum Trotz dennoch zu einem Stich, ist die Zecke schnellstmöglich zu entfernen und die Einstichstelle über mehrere Wochen zu beobachten. Treten Veränderungen an der Hautpartie oder grippeähnliche Symptome auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Umfangreiches Pressematerial zur Zecken- und FSME-Vorsorge: FSME-Presseseite (https://www.pfizer.de/fsme-pressematerialien?token=2022)

Aktuelle Informationen zu Zecken und FSME: www.zecken.de (http://www.zecken.de/)

Quellen

1) Probst J, Springer A, Topp AK, et al. Winter activity of questing ticks (Ixodes ricinus and Dermacentor reticulatus) in Germany – Evidence from quasi-natural tick plots, field studies and a tick submission study. Ticks Tick Borne Dis. 2023;14(6):102225.

2) Robert Koch-Institut (RKI). FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2023). Epid Bull 2023 (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2023/Ausgaben/09_23.pdf?__blob=publicationFile);9:3-22.

3) Informationsdienst Wissenschaft e.V. Ganzjährig & bundesweit: Klimawandel begünstigt Ausbreitung von Zecken & FSME. Stand: 14.04.2023. https://nachrichten.idwonline.de/2023/04/14/ganzjaehrig-bundesweit-klimawandel-beguenstigt-ausbreitung-vonzecken-fsme. Abgerufen am: 20.09.2023.

4) Robert Koch-Institut (RKI). FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Mai 2013). Epid Bull 2013 (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2013/Ausgaben/18_13.pdf?__blob=publicationFile);18:151-162.

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Quelle: ots

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