Samstag, Oktober 31, 2026

Trotz Krisen: So kann der Weihnachtszauber wirken / Darf man die Festtage genießen, wenn andere Menschen in Krisen und Kriegen leiden? Tipps zum Weihnachtsfest von Resilienzforschenden

Baierbrunn (ots) –

Die Zeit rund um das Weihnachtsfest ist sehr emotional, und nur wenige können und wollen sich der besonderen Stimmung entziehen. Doch was ist, wenn Krisen und Kriege immer näher zu rücken scheinen? Darf man sich auf ein Fest freuen, wenn andere leiden? „Schwierige Zeiten gehören zum Leben dazu“, sagt Oliver Tüscher, Resilienzforscher am Mainzer Leibniz-Institut und Professor für Psychiatrie an der Uni Halle, gegenüber dem Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Zuversicht an jüngere Menschen weitergeben

Ältere Menschen können mit besorgniserregenden Umständen oft besser umgehen als jüngere. „Viele von ihnen haben einen Krieg und Flucht miterlebt, haben Ahnung von entbehrungsreichen Ereignissen“, so Tüscher. „Und sie haben für sich erfahren, dass es weitergeht.“ Das sei wie eine Stressimpfung zur Bewältigung. Wer sich selbst aus enormer Hoffnungslosigkeit herausgearbeitet hat und trotz allem ein erfülltes Leben führt, habe Kraft gewonnen, auch künftigen Ereignissen zu begegnen. Das sei etwas, was Ältere an Jüngere weitergeben könnten, in Form von Zuversicht. Dafür eignen sich gerade emotionsreiche Zeiten wie Weihnachten – Tage zum Innehalten, zum Zuhören.

Positive Erlebnisinseln schaffen

Als uneheliches Kind im Krieg geboren und für einige Jahre in einem Waisenhaus in Polen aufgewachsen, hat die Soziologin Prof. Annelie Keil nach eigener Aussage keinen Bezug zu Weihnachten. Den Weihnachtszauber hat Annelie Keil trotzdem schon als Kind gespürt, wenn sie Heiligabend durch die Straßen lief, um hinter Fenstern feiernde Familien in ihrem Zuhause zu erspüren – für sie schön und traurig zugleich. Heute liebt sie es, würzige Spekulatius zu genießen, einen Baum mit Kugeln zu zieren. Weihnachten stelle immer einen guten Grund dar, miteinander zu sein, so Keil. „Für die Gesundheit der Seele ist die Fähigkeit wichtig, in Zeiten, die vielleicht dunkel und belastend sind, positive Erlebnisinseln zu schaffen.“

Oliver Tüscher rät: „Schaffen Sie eine Atmosphäre, die Geborgenheit vermittelt, lassen Sie auch mal zwischendurch die Nachrichten weg. Verbringen Sie bewusst Zeit mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind.“ Rituale pflegen, Lieder hören, das Festessen und die Bescherung vorbereiten – in turbulenten Zeiten wie diesen sorgt all dies für Stabilität, so der „Senioren Ratgeber“. Auch wer allein ist, findet viele Möglichkeiten zum Austausch. Kirchen und Vereine bieten Gruppenangebote. Oder laden Sie Nachbarn ein. Denken Sie an schöne Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie niemals vergessen werden, und erzählen Sie davon – so kann der Zauber der Weihnacht immer wieder wirken.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 12/2025 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.senioren-ratgeber.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/seniorenratgeberDE/).

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert, PR-Manager
Tel.: 089/744 33-360
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de
https://www.linkedin.com/company/wort-&-bild-verlag/
Original-Content von: Wort & Bild Verlagsgruppe – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Wissen statt raten: Mit Philips Sonicare smarter Technologie besser putzen

Hamburg (ots) - Zwei Minuten. Volle Kontrolle. Wer auf Leistung achtet, optimiert seine Routinen: beim Training, bei der...

Fast die Hälfte der Deutschen zweifelt daran, im Pflegefall gut versorgt zu sein

München (ots) - Die Deutschen blicken zwar grundsätzlich positiv auf ihr Älterwerden, sind aber verunsichert, wenn es...

Weltherztag 2026: Assmann-Stiftung für Prävention fordert stärkere Verankerung der Prävention im Gesundheitssystem

Münster (ots) - Gemeinnützige Initiativen, ehrenamtlich Engagierte, Apotheken und Hausarztpraxen können gemeinsam ein wirksames Präventionsnetz bilden Anlässlich des...

KNACK DEN KREBS / 50 Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. / Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher besuchte Jubiläumsveranstaltung

Hamburg (ots) - Anlässlich ihres 50. Jubiläums lud die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. gestern Spender, Unterstützer, Wegbegleiter...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Wissen statt raten: Mit Philips Sonicare smarter Technologie besser putzen

Hamburg (ots) - Zwei Minuten. Volle Kontrolle. Wer auf Leistung achtet, optimiert seine Routinen: beim Training, bei der Ernährung, im Job. Warum sollte das bei...

Fast die Hälfte der Deutschen zweifelt daran, im Pflegefall gut versorgt zu sein

München (ots) - Die Deutschen blicken zwar grundsätzlich positiv auf ihr Älterwerden, sind aber verunsichert, wenn es um ihre Versorgung im Alter geht: Im...

Weltherztag 2026: Assmann-Stiftung für Prävention fordert stärkere Verankerung der Prävention im Gesundheitssystem

Münster (ots) - Gemeinnützige Initiativen, ehrenamtlich Engagierte, Apotheken und Hausarztpraxen können gemeinsam ein wirksames Präventionsnetz bilden Anlässlich des Weltherztages fordert die gemeinnützige Assmann-Stiftung für Prävention,...