Dienstag, Februar 17, 2026

Start des EU-HTA: BPI macht Vorschläge für Verzahnung von EU- und nationalem Prozess

Berlin (ots) –

„Die EU-HTA nimmt jetzt Fahrt auf, wir müssen aber noch ein paar Weichen stellen“ kommentiert BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen den Start der gemeinsamen klinischen Bewertung von innovativen Arzneimitteltherapien in Europa.

„In unserer heute veröffentlichten Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Änderung der Arzneimittel-Nutzenbewertungsverordnung (https://www.bpi.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=81243&token=ae812e84fa02ed7eb62fe74f5f3105b88b0a443a) machen wir konkrete Vorschläge, wie wir das europäische und nationale Verfahren sinnvoll miteinander verzahnen können.“

Grundsätzlich unterstützt der BPI die Einführung der gemeinsamen klinischen Bewertung von neuen Arzneimitteln auf EU-Ebene und die damit verfolgten Ziele. Das europäische Verfahren soll einheitlich strukturierte, hochwertige und transparente Informationen in der EU zur Verfügung stellen und eine geeignete Grundlage für Entscheidungen der nationalen Gesundheitssysteme bilden. Für pharmazeutische Unternehmer sollte der bürokratische Aufwand bei der Einreichung der Daten in der EU vermindert werden. „Für den BPI ist dies eines der wesentlichen politische Ziele, anhand dessen sich der Erfolg des neuen Rechtsrahmens messen lassen muss“, so Joachimsen.

Wesentliche Aspekte, die aus Sicht des BPI in der Umsetzung der europäischen Regelungen auf europäischer und nationaler Ebene berücksichtigt werden sollten, sind in einem verbändeübergreifenden Positionspapier zur Umsetzung der EU-HTA-Verordnung (https://www.bpi.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=77035&token=f071104c7645a1632022c5e135e52ca39335ad52) zusammengefasst. Zentrale Forderungen sind etwa die umfassende Nutzung der europäischen Bewertung, die Reduzierung der Anforderungen an zusätzliche Analysen und die Stärkung der G-BA-Beratungen bezüglich nationaler Zusatzanalysen. Außerdem ist es wichtig, den schnellen Marktzugang innovativer Therapien in Deutschland abzusichern und die nationale Sondersituation von Arzneimitteln zur Behandlung Seltener Leiden (Orphan Drugs) passgenau zu verzahnen.

„In der Einführungsphase werden alle Beteiligten noch einige Lehren ziehen müssen. Gerade mit Blick auf die Durchführung der Bewertungen, insbesondere bei der Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten untereinander und mit den Entwicklern von Gesundheitstechnologien. Notwendige Anpassungen etwa hinsichtlich der Verfahrensabläufen sollten wir zeitnah umsetzen. Und ganz wichtig: Doppelstrukturen und andere bürokratische Zumutungen für die Unternehmen müssen vermieden werden.“

Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, [email protected]
Laura Perotti (Stellvertretende Pressesprecherin),
Tel. 030 27909-131, [email protected]
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Weltkinderkrebstag 2026: KNACK DEN KREBS: 50 Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Hamburg (ots) - Mit dem Weltkinderkrebstag, der jährlich am 15. Februar stattfindet, soll die Öffentlichkeit für das...

Roche eröffnet neues Hightech-Innovationszentrum für 300 Millionen Euro in Bayern

Penzberg (ots) - - Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung...

Nationale Präventionskonferenz: DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer neuer Vorsitzender / Schwerpunktthema 2026 ist „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Berlin (ots) - Zum Januar 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) turnusgemäß den Vorsitz der Nationalen...

Ein Tabu bricht auf: Warum Essstörungen so viel tiefer gehen als Schönheitswahn

Ottikon b. Kemptthal (ots) - Wenn Menschen öffentlich über Essstörungen sprechen, wirkt das oft wie ein Tabubruch...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Weltkinderkrebstag 2026: KNACK DEN KREBS: 50 Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Hamburg (ots) - Mit dem Weltkinderkrebstag, der jährlich am 15. Februar stattfindet, soll die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern sensibilisiert werden. Jährlich...

Roche eröffnet neues Hightech-Innovationszentrum für 300 Millionen Euro in Bayern

Penzberg (ots) - - Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung in Penzberg. - Hightech-Neubau ist Teil...

Nationale Präventionskonferenz: DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer neuer Vorsitzender / Schwerpunktthema 2026 ist „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Berlin (ots) - Zum Januar 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) turnusgemäß den Vorsitz der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) vom GKV-Spitzenverband übernommen. Neuer amtierender...