Sonntag, Januar 25, 2026

Nellie Thalbach: „Mir war übel bis zum Erbrechen“ / In der „Apotheken Umschau“ spricht die Schauspielerin über ihre Endometriose und wünscht sich mehr Wissen zu Frauenkrankheiten

Baierbrunn (ots) –

Als ihre Mutter Anna Thalbach im Fernsehen einen Bericht über Endometriose gesehen hatte, rief sie umgehend ihre Tochter an und sagte: „Nellie, das sind deine Symptome!“ Damals war Nellie Thalbach, 29, Teil einer Schauspielerdynastie, bereits 26 Jahre alt. Es folgte eine ärztliche Bestätigung und schließlich die notwendige Operation. Doch war es bis dahin ein langer Weg: „Es macht mich wütend, dass es 15 Jahre gedauert hat, bis meine Erkrankung erkannt wurde“, gesteht die in Berlin lebende Schauspielerin und Sprecherin für Hörbücher und Filme, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Als Teenagerin verpasste sie häufig Schultage

Lange Jahre war ihre Periode mit starken Blutungen und Schmerzen verbunden. Als Teenagerin verpasste sie oft Schultage, weil sie vor Schmerzen nicht aufstehen konnte. „Mir war übel, manchmal bis zum Erbrechen.“ Doch die vielen Ärztinnen und Ärzten, die sie damals aufsuchte, nahmen sie nicht ernst und diagnostizierten psychosomatische Symptome. In einer Selbsthilfegruppe lernte sie mit ihrer Krankheit umzugehen. Zu Hause hat sie eine „Endo“-Schublade, in der sie aufbewahrt, was ihr hilft: ein TENS-Gerät für die transkutane elektrische Nervenstimulation, eine Wärmflasche und Schmerzmedikamente.

Neue Podcast-Staffel: Gendergap in der Medizin

Um ihre Karriere Schauspielerin nicht zu gefährden, haben ihr viele Kollegen geraten, ihre Krankheit zu verschweigen, um Nachteile zu vermeiden. Nellie Thalbach aber findet: „Ich mache es lieber wie die mehrfache Olympiasiegerin Valerie Adams, die öffentlich über ihre Endometriose spricht. Wir dürfen nicht schweigen!“ In einer Folge ihres Podcasts „Echt krank?!“ fordert sie eine stärkere Beschäftigung mit Frauenkrankheiten und kündigt an, sich in der dritten Staffel des Podcasts mit dem Gendergap in der Medizin auseinanderzusetzen. Außerdem wünscht sie sich, dass junge Mädchen schon früh von der Krankheit erfahren sollen. „Im Sexualkundeunterricht in der Schule sollte unbedingt über Themen wie Endometriose oder die Menopause gesprochen werden. Damit klar ist: So starke Periodenschmerzen sind nicht normal.“

Tipp: Die Website www.endometriose-doc.de, eine Initiative der „Apotheken Umschau“, liefert neben Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten und Forschungsergebnissen auch Alltagstipps für mehr Lebensqualität trotz Endometriose.

Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“ sowie online auf www.a-u.de.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9A/2025 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Apotheken.Umschau/), Instagram (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/) und YouTube (https://www.youtube.com/c/apothekenumschautv).

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Quelle: ots

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