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Interview zum Welt-Thrombose-Tag am 13.10.2023 / „Die medizinischen Kompressionsstrümpfe von medi lindern meine Beschwerden und die neuen mediven® Trendfarben sind vielseitig kombinierbar.“

Bayreuth (ots) –

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland mehr als 900.000 Menschen an den Folgen einer Thrombose – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. (1) Allgemein gilt: Je früher eine Thrombose erkannt und behandelt wird, desto weniger kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie einer Lungenembolie kommen. Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen und Symptome zu erkennen. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung sowie ein veränderter Hormonhaushalt. (2)

Vor über einem Jahr hat Tugce Bagceci-Yücel die Diagnose „Thrombose“ erhalten. Im Interview erzählt die 24-Jährige, wie sie seitdem therapiert wird und inwieweit ihr die aktuelle mediven Design-Kampagne von medi geholfen hat, selbstbewusster mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Liebe Frau Bagceci-Yücel, im August 2022 haben Sie die Diagnose „Thrombose“ erhalten. Was war der Auslöser dafür?

„Das lässt sich im Nachhinein leider nicht mehr genau bestimmen. Kurz nach meiner Hochzeit im Juni letzten Jahres sind wir erst auf die Malediven und danach in die Türkei zu unserer Familie geflogen. Dort habe ich eine Mandelentzündung bekommen und hohes Fieber. Zusätzlich hatte ich anhaltende Schmerzen im unteren Rücken – drei Tage lang konnte ich mich kaum bewegen. Im Krankenhaus in Antalya hat man mir eine intravenöse Infusion gelegt und Medikamente gegen das Fieber gegeben. Der Arzt dachte, es handele sich um eine Grippe oder schwere Erkältung.“

Hat sich Ihr Zustand danach verbessert?

„Teilweise! In Deutschland zurück war die Mandelentzündung ebenso abgeklungen wie das Fieber, allerdings hatten sich die Rückenschmerzen verschlimmert. Mein Orthopäde hat mir daraufhin Schmerztabletten verschrieben. Zwei Tage später war mein linkes Bein leicht angeschwollen und ich habe erneut einen Termin beim Orthopäden vereinbart, der die Schwellung als eine Nebenwirkung der Tabletten einstufte. In den Tagen darauf ist das Bein merklich dicker geworden und die Haut hat sich bläulich verfärbt. Zudem hat sich mein Unterschenkel warm angefühlt. Meine Recherche im Internet hat als eine mögliche Diagnose ,Thrombose‘ ergeben. Ich bin dann zu meinem Hausarzt gegangen. Er hat sofort diagnostiziert, dass es eine Thrombose ist und mir Heparin (Blutgerinnungshemmer) gespritzt. Seine Tochter hatte mit 16 Jahren eine Thrombose erlitten, deshalb kannte er das Krankheitsbild gut.“

Wie sind Sie weiter behandelt worden?

„Im Krankenhaus wurde die Diagnose bestätigt: 4-Etagen-Thrombose – die Kombination einer Venenthrombose in der Wade, Knie, dem Oberschenkel und Becken. Ich musste strikte Bettruhe einhalten und mir wurde täglich ein straffer Kompressionsverband angelegt, der gegen den venösen Rückstau im Bein und meine Schmerzen geholfen hat. Um eine Lungenembolie zu verhindern und den Abbau der Thromben zu begünstigen, wurde anfangs zweimal pro Tag Heparin gespritzt und dann auf Tabletten umgestellt. Im Krankenhaus habe ich auch meine ersten medizinischen Kompressionsstrümpfe erhalten.“

Wie ist es Ihnen nach der Diagnose ergangen?

„Für mich war es eine belastende Zeit und ich habe mir Vorwürfe gemacht: Hatte ich mich zu ungesund ernährt oder mich zu wenig bewegt? Hätten Reisestrümpfe im Flugzeug die Thrombose verhindern können oder hat die Einnahme der Anti-Baby-Pille die Thrombose begünstigt? Auch die Aussicht, jeden Tag medizinische Kompression zu tragen, war anfangs beängstigend – ich fühlte mich zu wenig aufgeklärt über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten. Besonders geholfen hat mir der Rückhalt meiner Familie, insbesondere meines Ehemannes und meiner Mutter. Da ich mich nach meiner Krankenhausentlassung immer noch kaum bewegen konnte und auf Krücken ging, ist meine Mutter zwei Wochen zu uns gezogen. Sie hat sich intensiv um mich gekümmert und mir geholfen, liebevoller mit mir selbst umzugehen.“

Haben Sie auch Kontakt zu anderen Betroffenen gesucht?

„Ich habe nach meiner Diagnose viel im Internet recherchiert und bin zufällig auf Ilka John aufmerksam geworden. Sie hat mit 18 Jahren eine Bein- und Beckenvenenthrombose diagnostiziert bekommen. Auf ihrem Instagram-Account habe ich gesehen, wie vielfältig medizinische Kompression sein kann und wie offen und selbstbewusst Ilka mit ihrer Erkrankung umgeht. Dies hat mir gezeigt, es gibt viele junge Menschen, denen es ähnlich geht und ich bin mit meiner Diagnose nicht allein. Ich wollte mich nicht über meine Erkrankung definieren, denn sie ist nur ein kleiner Teil von mir. Ich verstand: Es ist an mir, mein physisches und geistiges Wohlbefinden selbst in die Hand zu nehmen und aktiv Einfluss auf den Verlauf der chronischen Erkrankung und die Therapie zu nehmen!“

Wie sehen Ihre Therapiemaßnahmen heute aus?

„Ich lasse mich regelmäßig untersuchen und habe auf das Anraten meines Hausarztes hin einen Termin am Universitätsklinikum Münster vereinbart. Dort wurde mir unter anderem Blut abgenommen und festgestellt, dass ich das Faktor-V-Leiden habe, eine Erbkrankheit, die die Blutgerinnung stört und dadurch das Risiko für eine Thrombose erhöht. Jeden Tag trage ich meine rundgestrickte medizinische Kompressionsstrumpfhose von medi, entweder mediven forte oder mediven plus – beide sind angenehm zu tragen, sitzen optimal und ich fühle mich darin rundum wohl. Die medizinische Kompressionsstrumpfhose hat mir mein Hausarzt zur Prophylaxe für mein rechtes Bein verschrieben und weil mein Bauch anfangs geschwollen war. Und ich versuche, mich gesünder zu ernähren und frisch zu kochen. Zusätzlich laufe ich täglich mindestens 10.000 Schritte und habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet. Ich muss mich langsam vorantasten, denn bei zu viel Bewegung schwillt mein Bein schnell wieder an.“

Wie kommen Sie mit Ihrer medizinischen Kompressionsversorgung zurecht?

„Im Sanitätshaus in Beckum wurde ich top beraten. Die Fachkraft hat sich viel Zeit genommen und mich über die reine Versorgung hinaus auch zu Hautpflege und Anziehtipps informiert. Anfangs war es sehr ungewohnt, medizinische Kompression zu tragen und ich habe mich für die Farbe Schwarz entschieden, um nicht aufzufallen. Bei meinem Shooting für die neue Design-Kampagne von medi habe ich jedoch gesehen, wie modisch und vielseitig medizinische Kompression gestylt werden kann. Ich habe so viele Anregungen und Kombinationsmöglichkeiten erhalten, auch von anderen Testimonials wie Caroline Sprott, die ich seitdem im Alltag umsetze. Insbesondere die Trendfarbe Salbeigrün liebe ich – sie lässt sich so leicht kombinieren und passt gut zu meinem Teint.“

Was haben Sie gedacht, als Sie von medi als eines der Gesichter der neuen Design-Kampagne „Gemeinsam einzigartig“ angefragt wurden?

„Ich hätte es nie für möglich gehalten als Model vor der Kamera zu stehen. Natürlich habe ich mich gefreut und sofort zugesagt, da mich die Botschaft der Kampagne überzeugt. Die Diagnose einer chronischen Erkrankung ist kein Segen, kann Betroffene aber stärken und inspirieren, anderen zu helfen sowie Aufklärung zu betreiben. Es ist wichtig, sich nicht zu verstecken, sondern seine medizinische Kompression selbstbewusst zu tragen. Dabei hilft der Austausch mit anderen Betroffenen sehr. Zu sehen, wie sie ihr Leben meistern und wie positiv sie mit ihrer Erkrankung umgehen, war für mich der Wendepunkt! Und genau das möchte ich weitergeben. Niemand ist mit seiner Erkrankung allein und gemeinsam schaffen wir viele neue Wohlfühlmomente, die unser Leben bereichern – und anderen Mut machen, ein ausgeglichenes, erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben zu führen.“

Herzlichen Dank für die schönen Worte und den Einblick in Ihre Geschichte!

Quellen:

1. Thrombose und Thrombophilie: Wenn das Blut gerinnt. Online veröffentlicht unter: www.vorsorge-online.de/im-fokus/thrombose-und-thrombophilie (Letzter Zugriff: 04.10.2023).
2. Thrombose im Griff. Online veröffentlicht unter: www.thrombose-im-griff.de/was-ist-eine-thrombose/ursachen-risiken (Letzter Zugriff: 04.10.2023).

Surftipps:

www.medi.de/haendlersuche

www.medi.de/produkte/highlights/vielfalt-venentherapie/

www.medi.de/diagnose-therapie/thrombose/

www.medi.de/diagnose-therapie/thrombose/beinvenenthrombose/

www.medi.de/diagnose-therapie/lipoedem/erfahrungen/modebloggerin-sprott/

www.medi.de/diagnose-therapie/thrombose/erfahrungen-pille-john/

www.medi.de/diagnose-therapie/lipoedem/erfahrungen/buchautorin-jana-craemer/

Zweckbestimmungen mediven® plus | mediven® forte: Rundgestrickter medizinischer Kompressionsstrumpf zur Kompression der unteren Extremitäten, hauptsächlich bei der Behandlung von Erkrankungen des Venensystems.

Hintergrund: Was ist eine Thrombose?

Die Thrombose ist ein Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (= Thrombus). Am häufigsten entstehen Thrombosen in den Beinvenen, es gibt jedoch auch Armvenenthrombosen. Theoretisch können Thrombosen in allen Venen entstehen. Typische Thrombose-Anzeichen sind Schwellung, (Rücken-) Schmerzen, Hitzegefühl und eine rote oder bläuliche Verfärbung der Haut. Im schlimmsten Fall kann eine Thrombose zu einer Lungenembolie führen.

Pressekontakt:
medi GmbH & Co. KG
Medicusstraße 1
95448 Bayreuth
www.medi.deJanine Lenhart
Communication & PR Managerin
Telefon: +49 921 912-2819
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: medi GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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