Sonntag, August 31, 2025

Erkältungszeit: Jetzt abgelaufene Medikamente und ihre Verpackungen richtig entsorgen

Köln (ots) –

Der Hals kratzt, die Nase läuft – doch Nasenspray und Hustentropfen sind abgelaufen. Mit dem Herbst startet die Erkältungszeit. Neue Medikamente füllen die Hausapotheke, nicht mehr brauchbare müssen entsorgt werden. Dann stellt sich die Frage: Was tun mit leeren Medikamentenverpackungen und Arzneimittelresten? Tipps hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Wer zum Start in die Erkältungszeit die Hausapotheke aufräumt, muss wahrscheinlich das ein oder andere abgelaufene Medikament aussortieren. Für die richtige Entsorgung von Arzneimittelresten und Medikamentenverpackungen gibt es einige Regeln. So dürfen Reste von Arzneimitteln auf keinen Fall in der Toilette oder in der Spüle entsorgt werden, raten beispielsweise Bundesumwelt- und Gesundheitsministerium. „Richtige Mülltrennung hilft, die Umwelt und das Klima zu schützen. Das gilt für abgelaufene Medikamente wie Hustensaft, Fieberzäpfchen und Erkältungssalben genauso wie für ihre Verpackungen. Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann dazu entscheidend beitragen“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. Die Initiative hat zum Start in die Erkältungssaison Tipps für die umweltfreundliche Entsorgung abgelaufener Medikamente und ihrer Verpackungen zusammengestellt.

Korrekte Entsorgung von Medikamentenverpackungen

Richtig entsorgt, können viele Verpackungen von Arzneimitteln recycelt werden. Grundsätzlich gilt für ihre korrekte Entsorgung die einfache Grundregel für richtige Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen sortiert nach Farben in Glascontainern gesammelt.

Trenntipps für unterschiedliche Verpackungsarten

Blister- oder Durchdrückverpackungen: Tabletten oder Kapseln sind häufig in sogenannte Blister- oder Durchdrückverpackungen eingeschweißt. Diese Verpackungen aus Kunststoff und Aluminiumfolie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Gleiches gilt für Arzneimitteldosen aus Kunststoff. Wichtig: Alle Verpackungen müssen vor der Entsorgung völlig leer sein.

Salbentuben und Salbentiegel: Aluminium- und Kunststofftuben für Salben, Gele oder Cremes kommen – vollständig entleert – in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Damit die Sortieranlagen sie sortenrein erfassen können, sollten Deckel aus anderem Material abgeschraubt und getrennt von der Tube im Verpackungsmüll entsorgt werden. Auch leere Kunststofftiegel, zum Beispiel für Salben, die in der Apotheke angerührt werden, können in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt werden.

Pumpsprays und Spraydosen: Pumpsprayflaschen aus Kunststoff zum Beispiel für Nasenspray gehören ebenfalls in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Das Gleiche gilt für Spraydosen aus Aluminium wie Sprühpflaster. Achtung: Auch Spraydosen müssen komplett entleert sein. Sind noch Reste enthalten, können sie bei der Weiterverarbeitung in Brand geraten oder explodieren.

Pharmazeutische Glasbehälter: Geleerte Glasverpackungen von Medikamenten – vom Fläschchen bis zum Glas – werden in die Glascontainer entsorgt. Wie alle anderen Glasflaschen und -behälter werden sie dort nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert eingeworfen.

Umverpackungen und Beipackzettel: Umverpackungen aus Karton und Beipackzettel aus Papier kommen in die Altpapiertonne oder den -Container.

Regeln für die umweltschonende Entsorgung von Arzneimittelresten

Die Entsorgung von Arzneimitteln ist auf kommunaler Ebene unterschiedlich geregelt. Wichtig ist, dass sie nicht in der Toilette oder der Spüle entsorgt werden, denn Arzneimittelrückstände belasten das Grundwasser und schaden der Umwelt. In vielen Orten können Medikamente in der Restmülltonne entsorgt werden. Ausnahmen sind beispielsweise zahlreiche Asthmasprays oder Mittel zur Behandlung von Krebs (Zytostatika). Informationen zur Entsorgung dieser Medikamente sind auf dem Beipackzettel vermerkt. Auskunft geben außerdem Apotheken oder Arztpraxen. In einigen Kommunen müssen Medikamente bei Schadstoffmobilen oder Schadstoffsammelstellen von Recyclinghöfen abgegeben werden. Manche Apotheken nehmen Medikamente freiwillig zurück. Wie die Entsorgung von Medikamenten lokal geregelt ist, darüber informieren die kommunalen Abfallberatungen. Konkrete Ansprechpartner*innen findet man beispielsweise auf der Website der Initiative „Mülltrennung wirkt“ in der Postleitzahlsuche.

Bildmaterial und die Pressemitteilung zum Download sowie weitere Informationen zum Thema richtige Mülltrennung finden Sie unter: www.mülltrennung-wirkt.de/presse

Über „Mülltrennung wirkt“

„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie über richtige Abfalltrennung und Recycling von Verpackungen aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.

Pressekontakt:
Pressebüro „Mülltrennung wirkt“
c/o Maria Marberg
Mobil: +49 (0)175 59 64 229
presse@mülltrennung-wirkt.deAxel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt“
Tel.: +49 (0)2203 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
subklew@mülltrennung-wirkt.de
Original-Content von: Initiative „Mülltrennung wirkt“, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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