Freitag, Mai 1, 2026

Apothekerschaft schlägt neue Versorgungsaufgaben für Apotheken vor Ort vor

Berlin (ots) –

Die Apotheken vor Ort können einen entscheidenden Beitrag leisten, den Herausforderungen im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen. In Zeiten knapper Ressourcen sollte das Potenzial der Apothekerinnen und Apotheker als hochqualifizierter akademischer Heilberuf in den etwa 17000 Apotheken stärker genutzt werden. Mit dem Positionspapier „In eine gesunde Zukunft mit der Apotheke“ macht die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände Vorschläge, welche weiteren Aufgaben Apotheken vor Ort zukünftig übernehmen können.

ABDA-Präsident Thomas Preis sagt dazu: „Zur Sicherung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung können wir unsere Kernaufgabe der Arzneimittelversorgung um weitere Leistungen erweitern und ergänzen. Mit diesem Papier möchten wir mit der Politik, den Akteuren im Gesundheitswesen und den Patientinnen und Patienten über eine gemeinsame, patientengerechte Gesundheitsversorgung der Zukunft ins Gespräch kommen. Eine zukunftsfähige Rolle der Apotheken erfordert gestärkte Strukturen und eine faire, leistungsorientierte Honorierung.“

Die Vorschläge der ABDA lassen sich mit drei Zielen zusammenfassen. Erstens sollen in Zukunft die Patientinnen und Patienten schneller und mit weniger Bürokratie mit Arzneimitteln versorgt werden können. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Apotheken bei der Bewältigung von Lieferengpässen mehr Handlungsfreiheiten erhalten. Im Nacht- und Notdienst sollen Apothekerinnen und Apotheker ebenfalls mehr Kompetenzen erhalten. Sie sollen beispielsweise bei ausgewählten, unkomplizierten Krankheiten verschreibungspflichtige Arzneimittel direkt abgeben und für Kinder definierte, rezeptfreie Arzneimittel zu Lasten der Krankenkassen abgeben dürfen. Zweitens wollen die Apotheken vor Ort ihr Angebot in der Prävention und Früherkennung ausbauen. Beispiele sind Impfangebote oder die frühzeitige Identifikation von Gesundheitsrisiken wie erhöhten Blutzuckerwerten. Drittens wollen die Apotheken vor Ort ihre Patientinnen und Patienten stärker in der Arzneimitteltherapie durch zusätzliche Beratungsleistungen unterstützen, zum Beispiel bei Beginn einer Dauertherapie mit Arzneimitteln oder bei digitalen Gesundheitsangeboten wie der elektronischen Gesundheitsakte (ePA).

Aktuelle Daten aus einer repräsentativen forsa-Bevölkerungsumfrage belegen, dass sich auch die Menschen in Deutschland vorstellen könnten, dass die Apotheken mehr Versorgungsaufgaben übernehmen – und wie wichtig die Apotheken für die Bevölkerung sind. Für 96 Prozent ist die Apotheke vor Ort wichtig oder sehr wichtig. Rund zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und -bürger nutzen die Apotheke vor Ort mindestens einmal pro Monat. Die Mehrheit der Bundesbürger würde gerne mehr Versorgungsleistungen der Apotheke vor Ort in Anspruch nehmen. Dazu gehören unter anderem die Verlängerung bestimmter Rezepte (81 Prozent), die Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel im Notfall ohne vorherigen Arztbesuch (65 Prozent) und die Tests auf Infektionskrankheiten (64 Prozent) oder erhöhte Blutwerte (61 Prozent).

Mehr Informationen auf www.abda.de

Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, [email protected]
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, [email protected]
Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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