Freitag, März 20, 2026

KARL STORZ treibt KI-basierte Qualitätsanalyse in der Chirurgie voran

Tuttlingen (ots) –

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekts SurgicalAIHubGermany entwickelt KARL STORZ gemeinsam mit renommierten Partnern innovative digitale Lösungen zur objektiven Messung chirurgischer Qualität – darunter sind das Universitätsklinikum und die Technische Universität Dresden, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg sowie weitere innovative Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand. Ziel ist es, mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) chirurgische Leistungen messbarer zu machen, um sie skalierbar zu verbessern.

Technologischer Durchbruch: KI-gestützte Bildanalyse

Herzstück des Projekts ist eine neuartige Software zur Analyse endoskopischer Bilddaten aus minimalinvasiven Eingriffen, etwa in der Laparoskopie, für die in den letzten Wochen ein erster funktionsfähiger Prototyp vorgestellt wurde. „Die Lösung basiert auf fortschrittlichen Deep-Learning-Methoden und ermöglicht eine präzise Analyse chirurgischer Fähigkeiten – von Handstabilität und Instrumentenführung bis hin zur OP-Phasenerkennung und Reaktion auf intraoperative Herausforderungen wie Blut und Rauch“, sagt Dr. Lars Mündermann, Director Digital Health Technology bei KARL STORZ. Darüber hinaus berücksichtigt die Software Effizienzmetriken wie Zeitaufwand, redundante Bewegungen und Phasen der Inaktivität. Die gewonnenen Daten können von den Chirurginnen und Chirurgen genutzt werden, um ihre OP-Qualität stetig zu verbessern. Grundlage dieser objektiven Bewertung sind KI-Modelle, die auf umfangreichen, manuell annotierten Videodaten trainiert wurden.

Von der Forschung in den OP: Integration in die OR1-Plattform

Die Forschungsergebnisse könnten langfristig in die OR1(TM)-Plattform von KARL STORZ eingebunden werden. Mit über 12.000 installierten OP-Sälen weltweit bietet sich ein großes Potenzial, um chirurgische Qualitätssicherung digital weltweit zu unterstützen. Die Software sollperspektivisch in der Lage sein, chirurgische Eingriffe retrospektiv oder in Echtzeit zu analysieren und so zur kontinuierlichen Verbesserung klinischer Prozesse beizutragen. Allein in Deutschland werden jährlich über 16 Millionen Operationen durchgeführt.* Studien zeigen: Insbesondere die Erfahrung von Chirurginnen und Chirurgen hat direkten Einfluss auf das postoperative Risiko. Bisher erfolgt die Qualitätsbewertung meist manuell – etwa durch Papierformulare oder manuelle Videoanalysen. Die neue KI-basierte Lösung schafft erstmals eine automatisierte, standardisierte und skalierbare Alternative. Professor Martin Wagner vom Universitätsklinikum Dresden betont: „Die KI-gestützte Qualitätsanalyse ist ein entscheidender Schritt, um chirurgische Fähigkeiten messbar und zugänglich zu machen – für jede Klinik, jedes Team, weltweit.“

Nächste Schritte: Validierung und klinische Pilotierung

Bis Ende 2026 wird die Software weiter trainiert, validiert und in klinischen Pilotumgebungen getestet. Parallel entsteht ein Netzwerk führender Universitätskliniken, die als Pioniere der KI-basierten Qualitätsmessung die Robustheit der Lösungen ermöglichen. Die Softwarearchitektur wird dabei den hohen Anforderungen an Datenschutz, Interoperabilität und klinische Integration gerecht. „Mit dem Projekt SurgicalAIHubGermany leistet KARL STORZ einen wegweisenden Beitrag zur digitalen Transformation der Chirurgie. Die Verbindung aus technologischer Innovationskraft, klinischer Relevanz und global skalierbarer Infrastruktur macht dieses Projekt zu einem Meilenstein – für Forschung, Praxis und Patientensicherheit“, erklärt Christy Gaudet, Global Head of Solutions bei KARL STORZ.

Pressekontakt:
Anne Lenze, Communication & PR Manager
Mobil: +49 151-14199292
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: KARL STORZ SE & Co. KG, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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