Hamburg (ots) –
Die Geburt eines Kindes stellt seine Eltern vor neue Herausforderungen und Fragen – doch das gilt noch viel mehr bei einem Frühchen. Mit einer einfühlsamen Videoreihe sorgt Chiesi für hilfreiche Aufklärung.
Bange Blicke in den Brutkasten, piepende Monitore, eine Achterbahnfahrt zwischen Hilflosigkeit und Hoffnung – dabei möchte man doch jetzt nur liebevoll mit seinem Baby kuscheln: Etwa jedes zehnte Kind kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und wirbelt damit das Leben seiner Familie komplett durcheinander. In dieser Phase der Verunsicherung braucht es verlässliche Informationen, um Ängste zu reduzieren und Orientierung zu geben. Die Macher der Chiesi-Videoreihe „Frühchen-Wissen für Eltern“ haben sich dieser Herausforderung gestellt.
Warum erfordern Frühgeburten so viel Aufklärung?
Sven Timm (ST): Eine drohende Frühgeburt ist nicht nur eine enorme emotionale Herausforderung. Die Eltern sind plötzlich mit so vielen Fragen konfrontiert, mit denen sie sich nie beschäftigt hatten oder beschäftigen wollten. Wir wollen sie in dieser Situation nicht allein lassen, sondern ihnen verlässliche und verständliche Informationen an die Hand geben. Das kann helfen, den ersten Schreck zu verarbeiten, Orientierung und Sicherheit geben.
Kristina Gottschling (KG): Die bestmögliche Versorgung ihres Kindes ist den Eltern in diesem Moment natürlich das Allerwichtigste. Aber die wenigsten ahnen, dass das nicht nur in der Klinik und nach der Entlassung wichtig ist, sondern auch für sehr lange Zeit danach. Die Folgen der frühen Geburt wachsen sich nicht einfach aus, sondern stellen viele Frühchen ihr Leben lang immer wieder vor besondere Herausforderungen. Das zu wissen, ist auch für die Menschen in ihrem Umfeld wichtig.
Was meinen Sie mit „besonderen Herausforderungen“?
KG: Eine Frühgeburt ist keine Anekdote, frühgeboren bleibt man sein Leben lang. Das kann sich an körperlichen Problemen zeigen, die erst später zutage treten, etwa einer eingeschränkten Lungenfunktion oder erhöhten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselrisiken. Auch in der neurokognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung können Frühgeborene häufiger vor Herausforderungen stehen, beispielsweise durch Aufmerksamkeitsprobleme, ADHS oder eine erhöhte Ängstlichkeit. Viele haben zudem ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Sie sind oft weniger risikobereit und gehören gerade in der Jugend eher zu den leisen Persönlichkeiten, deren Bedürfnisse leicht übersehen werden.
Was beschäftigt Familien mit Frühchen besonders?
ST: Im Fokus stehen zunächst die Gesundheit und das Überleben des Kindes, aber auch die Frage, wie es zur Frühgeburt kommen konnte. Eltern haben aber auch viele Fragen zur medizinischen Versorgung, zum Bindungsaufbau, zur Ernährung. Wie lässt sich der Klinikalltag mit dem Familienleben vereinbaren? Wie wird sich ihr Kind entwickeln? Hinzu kommen Unsicherheiten und Fragen zur Entlassung, Nachsorge, möglichen Langzeitfolgen und Unterstützungsangeboten.
Ist die engmaschige Versorgung denn langfristig gesichert?
ST: Die Notwendigkeit der langfristigen Versorgung, über das Baby- und Kleinkindalter bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus kommt in mehreren Episoden zur Sprache. Betroffene schildern ihre Bedürfnisse und wir benennen konkrete Unterstützungsbedarfe – von der hausärztlichen Langzeitbegleitung bis hin zu spezifischen Screeninguntersuchungen für Lunge, Herz und Kreislauf, Niere oder Psyche. Dabei geben wir auch konkrete Tipps zur Selbsthilfe, wie sich Therapie und soziale Teilhabe verbessern lassen.
Was macht Ihre Videos so besonders?
KG: Von Patientenorganisationen, Kliniken und auch Fachgesellschaften werden immer wieder Fragen betroffener Familien an uns herangetragen, weil sie wissen, dass uns die Aufklärung der Familien sehr am Herzen liegt. Uns ist wichtig, ihnen verlässliche Informationen zu liefern, die auf ihre Bedürfnisse passen. Wir haben uns pragmatisch für kurze, wissenschaftlich fundierte Videoclips entschieden, die wir kostenlos auf YouTube zur Verfügung stellen. Als „snackable content pieces“ sollen sie Eltern frühgeborener Babys unkompliziert und trotzdem fundiert informieren. Wir lassen Expertinnen und Experten komplexe Themen auf verständliche Weise erklären, bereiten wissenschaftliche Inhalte alltagsnah auf und auch Betroffene kommen zu Wort. 22 Folgen sind bereits in unserem Youtube-Channel zu finden, jedes Jahr kommen neue hinzu.
Welche Themen werden in den Videos angesprochen?
ST: Unsere Videoreihe begleitet die Familien entlang des gesamten Weges – angefangen mit der drohenden Frühgeburt und der Geburt selbst. Die Zeit auf der Intensivstation, die Entlassung nach Hause und der Familienalltag gehören zu den Themen, ebenso wie die weitere Entwicklung des frühgeborenen Kindes von der Kita über die Schulzeit bis ins Erwachsenenalter. Wir besprechen medizinische Hintergründe wie z.B. die Lungen- oder Sehentwicklung, beschäftigen uns mit Besonderheiten bei der Ernährung frühgeborener Kinder, greifen aber auch alltagsnahe Fragen zu Bindung, Nachsorge und Familienleben auf. Unser Ziel ist es, den Eltern und Familien in jeder Phase mit verständlichen Informationen Orientierung, Sicherheit und Zuversicht zu geben. Am Ende sind wir damit noch lange nicht, aktuell produzieren wir die 23. Folge. Diesmal geht es um mögliche Ursachen, warum ein Baby zu früh auf die Welt kommt.
Wir bleiben dran, denn: Unser Herz schlägt für die Neonatologie!
Chiesi zählt weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Neonatologie und engagiert sich seit vielen Jahren für eine bessere Versorgung von Früh- und Neugeborenen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse der kleinsten Patient*innen sowie ihrer Familien. Ziel ist es, die Versorgung von Frühgeborenen kontinuierlich zu verbessern und Familien durch innovative Therapien, wissenschaftliche Forschung sowie Aufklärungsangebote zu unterstützen. Um Versorgungslücken zu schließen und die Entwicklung einer patientenzentrierten Neonatologie voranzutreiben, arbeitet Chiesi eng mit medizinischen Fachkreisen, Kliniken und Patientenorganisationen zusammen.
Mehr unter www.chiesi.de
Am 15. November 2026 ist Weltfrühgeborenen-Tag
Der Weltfrühgeborenen-Tag macht auf die besonderen Herausforderungen und Risiken der Frühgeburt aufmerksam. Dafür werden an diesem Aktionstag weltweit Kliniken mit Entbindungs- und Neugeborenenstationen lila beleuchtet. Die Farbe symbolisiert die Einzigartigkeit und Sensibilität von Frühgeborenen. Dazu organisieren die Kliniken und Selbsthilfeverbände Infostände, Lichterfeste und Treffen für betroffene Familien. Die Chiesi GmbH unterstützt diese Aktionen finanziell.
Jetzt die Videoreihe ”Frühchen-Wissen für Eltern” auf YouTube entdecken.
Pressekontakt – Chiesi GmbH:
Britta Jansen
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Quelle: ots


