Samstag, Januar 24, 2026

Welttag der Sepsis: Wie Asklepios die gefährliche Infektion bekämpft

Hamburg (ots) –

– Mit 85.000 Todesfällen pro Jahr die dritthäufigste Todesursache
– Umfangreiches Programm zur Patientensicherheit mit Schulungen

Expert:innen beklagen, dass die Zahl der sepsisbedingten Todesfälle in Deutschland um bis zu 20 Prozent höher liegt als in vergleichbaren Ländern. Weil sich eine Sepsis sehr schnell entwickeln kann und die Früherkennung nicht immer einfach ist, ist sie so gefährlich. Der Klinikkonzern Asklepios hat daher im Rahmen seiner umfangreichen Programme zur medizinischen Qualitätssicherung und Patientensicherheit der Sepsisbekämpfung schon lange eine hohe Priorität eingeräumt: Bereits 2019 begann eine umfangreiche Kampagne zur Früherkennung dieser schwersten Verlaufsform einer Infektion.

„Eine Sepsis macht anfangs oft nur unspezifische Symptome. Umso wichtiger ist es, sie auch bei diesen Fällen in Betracht zu ziehen und früh zu erkennen“, sagt Privatdozentin Dr. Sara Sheikhzadeh, Medizinischer Vorstand der Asklepios Gruppe. „Deshalb haben die Schulung und Information unseres Personals höchste Priorität. Gerade in der Notaufnahme ist eine Früherkennung entscheidend“, so Dr. Sheikhzadeh weiter, „denn ein Großteil der schweren Folgeschäden und Todesfälle ist bei einer unmittelbar begonnenen Behandlung vermeidbar.“

Eine Sepsis wird in der Öffentlichkeit häufig mit dem Begriff „Blutvergiftung“ gleichgesetzt. Tatsächlich ist eine Sepsis die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Besonders gefährlich ist der sogenannte septische Schock, bei dem der Blutdruck massiv abfällt und Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Dieser kann im schlimmsten Fall zum Multiorganversagen und zum Tod führen. Nach Aussage des Aktionsbündnisses Patientensicherheit stirbt alle 6 Minuten in Deutschland ein Mensch an Sepsis. Viele Überlebende leiden an den Spätfolgen.

Nachdem Asklepios 2019 eine bundesweite Kampagne zur Früherkennung der Sepsis in den Notaufnahmen (ZNA) aller eigenen Kliniken von Sylt bis zum Bodensee begonnen hatte, folgte ab 2020 ein Schulungsprogramm. Dabei schult das Team des Präventionsformats S.A.V.E. (Sicher arbeiten – Vertrauen erhalten) unter Leitung von Nicola Scharf, Konzernbereich Recht, Versicherungen, Compliance, in Kooperation mit dem Institut für Notfallmedizin (IfN) unter der Ärztlichen Leitung von Dr. Jochen Thiele die Mitarbeitenden von Asklepios in der Sepsiserkennung, -vermeidung und weiteren relevanten Themen. Alle Asklepios Kliniken mit ZNA-Anschluss wurden seit 2020 bereits vom Team S.A.V.E. besucht und unter anderem in der Sepsiserkennung geschult. Trainings für Rhön und Mediclin sind ab 2026 geplant. So wurden bis heute insgesamt 35 S.A.V.E.-ZNA-Teamtrainings durchgeführt, an denen 575 Mitarbeitende teilnahmen, was einer Gesamtzahl von 4.520 Trainingsstunden entspricht. Im Bereich der S.A.V.E.-ZNA-Skillstrainings wurden bislang 39 Trainings abgehalten mit insgesamt 1.486 Mitarbeitenden, was 12.816 Trainingsstunden entspricht. Eine zentrale, vom Konzernbereich Qualität geleitete Arbeitsgruppe koordiniert konzernweit die Vorbereitung aller Kliniken auf das Leistungsverfahren der externen Qualitätssicherung „Sepsis“. In enger Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Sebastian Wirtz (Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Asklepios Klinik Barmbek) sowie Herrn Dr. Marc Szczyrba (Chefarzt des ASKLEPIOS Instituts für Krankenhaushygiene) wurden konzernübergreifende Leitlinien und standardisierte Vorgehensweisen (SOPs) entwickelt. Ziel ist es, die jetzt schon qualitativ hochwertige Versorgung von Sepsis-Patientinnen und -Patienten weiter zu verbessern – schnell, effektiv und strukturiert. Ein digitaler Behandlungspfad, integriert in die elektronische Patientenakte, unterstützt diesen Prozess maßgeblich und ermöglicht eine zielgerichtete Therapie.

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Quelle: ots

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