Montag, Mai 4, 2026

Volkskrankheit Diabetes auf dem Vormarsch: Was Sie präventiv tun können

Hamburg (ots) –

Um auf die wachsende Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam zu machen, ist 1991 der Weltdiabetestag ins Leben gerufen worden. In diesem Jahr findet der internationale Aktionstag am 14.11.2021 bereits zum 30. Mal statt und ist wichtiger als je zuvor. Denn: Gerade der vermeidbare Typ-2-Diabetes breitet sich weiter kontinuierlich aus. Was Versicherte präventiv gegen die Erkrankung tun sollten und bei welchen Symptomen ärztliche Hilfe zu holen ist, erklärt Experte Dr. Nikolaus Schmidt-Sibeth.

Die Zahlen aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sind besorgniserregend: Während im Jahr 2015 in Deutschland noch circa sieben Millionen Menschen einen dokumentierten Typ-2-Diabetes hatten, liegt diese Zahl im Jahr 2020 vermutlich bei mindestens acht Millionen. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von mindestens zwei Millionen.* „Wir müssen bei der Betrachtung zwischen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes unterscheiden. Ganz einfach gesagt ist es so, dass der Typ-1-Diabetiker kein eigenes Insulin mehr bilden kann. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, bei der der Zucker dann nicht mehr in die Zellen aufgenommen werden kann, da dafür Insulin notwendig ist. Der Typ-2-Diabetes ist dagegen in erster Linie eine Wohlstandserkrankung, bei der trotz vorhandenem Insulin eine Insulinresistenz vorherrscht und Zucker dadurch nicht mehr im notwendigen Maße in die Zelle aufgenommen werden kann“, erklärt Dr. Nikolaus Schmidt-Sibeth, Facharzt für Allgemeinmedizin. Ein unbehandelter Diabetes mellitus kann fatale Folgen haben, auf Dauer Organe, Gefäße und Nervenbahnen irreversibel schädigen und auch die Lebenszeit der Erkrankten verkürzen.

Mediziner Schmidt-Sibeth appelliert: „Meiden Sie Fertigessen und Softdrinks“

Gezielte und stetige Aufklärungsarbeit hält der medizinische Leiter des telemedizinischen Anbieters TeleClinic daher für unerlässlich: „Gegen den Typ-2-Diabetes kann jeder etwas tun, indem er sich möglichst moderat und gesund, z.B. mit mediterraner Kost, ernährt, sich täglich bewegt, regelmäßig Ausdauersport betreibt und sein Gewicht im Zaum hält. Übergewicht ist ein Treiber für das metabolische Syndrom, aus dem sich dann sehr oft auch ein Typ-2-Diabetes entwickelt.“ Dr. Schmidt-Sibeth rät dazu, Fertigessen, Saftschorlen und vor allen Dingen Softdrinks zu meiden. „In diesen Produkten sind enorme Mengen Zucker enthalten, die sich hinter beigefügten Säuren verstecken. Probieren Sie es einmal aus: Die in einem Softdrink enthaltenen Zuckermengen pur in Wasser gelöst wollen Sie in der Regel nicht freiwillig trinken. Mit Zitrone dazu wird das schon deutlich leichter. Keinen anderen Trick nutzt die Getränkeindustrie.“ Dr. Schmidt-Sibeths Schlussfolgerung: „Bleiben Sie beim Wasser aus der Leitung. Das ist immer verfügbar und in Deutschland das bestüberwachte Lebensmittel überhaupt.“

Mit welchen Symptomen sollte man sich ärztliche Hilfe holen? „Die ersten Symptome bei einem Typ-1-Diabetiker sind zunächst eher diffus, z. B. mit Ausscheidung größerer Harnmengen. Da die Erkrankung relativ rasch voranschreitet, kann es bis zur Diagnosestellung auch zu einem dramatischen Verlauf mit gefährlicher Bewusstseinsstörung kommen. Beim Typ-2-Diabetes entwickelt sich die Symptomatik dagegen eher langsamer und fällt meistens bei einer Routineuntersuchung beim Hausarzt auf. Bei Symptomen wie unspezifischer Müdigkeit, Abgeschlagenheit, nächtlichen Wadenkrämpfen, einer erhöhten Trinkmenge, Gewichtsverlust, vermehrtem Wasserlassen oder immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten sollte stets ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden“, berichtet der Experte.

Unkomplizierte Beratung durch die Online-Sprechstunde

Ein schneller Zugang zu ärztlicher Beratung und entsprechenden Medikamenten ist für Diabetiker und diabetischen Risikogruppen unabdingbar. Betroffene Versicherte der Mobil Krankenkasse haben daher die Möglichkeit, kostenlos die Online-Sprechstunde der TeleClinic zu nutzen und sich digital von Ärzten zu Symptomen, Arzneimitteln und den nächsten Schritten beraten zu lassen.

Nähere Informationen zum Angebot gibt es unter mobil-krankenkasse.de/online-sprechstunde.de (https://mobil-krankenkasse.de/unser-service/online-sprechstunde.html).

https://ots.de/QxmoV6

Pressekontakt:
Mobil Krankenkasse Pressestelle
Dirk Becker
Telefon: 040 3002-870
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Quelle: ots

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