Samstag, Mai 25, 2024

Umfrage der Cannabis-Plattform Weed.de zur Teillegalisierung in Deutschland: Gesellschaft zeigt sich tendenziell offen, doch der Aufklärungsbedarf zur Meinungsbildung bleibt hoch

Hamburg (ots) –

– Fast die Hälfte befürwortet eine Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland
– 42,9 Prozent stufen ihren eigenen Wissensstand zu Cannabis als tendenziell niedrig ein
– Etwa jeder Zweite (46,8 Prozent) plant Cannabis zu konsumieren

Seit dem 1. April 2024 ist die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland bestätigt und läutet eine große Veränderung der deutschen Drogenpolitik ein. Weed.de, eine führende Informationsplattform rund um medizinisches Cannabis, begrüßt die neue Gesetzeslage als große Chance für die Gesellschaft. Die Plattform möchte sich zukünftig durch Aufklärung und Transparenz als Navigator für den europäischen Cannabis-Markt etablieren und zugleich den Zugang zu qualitativ hochwertigem Medizinalcannabis sicherer gestalten. Um zu erfahren, wie die deutsche Bevölkerung derzeit über Cannabis denkt und wie der Informationsstand rund um die grüne Heilpflanze ist, hat Weed.de kurz nach der Teillegalisierung eine repräsentative Marktforschung (1) ins Feld gegeben. Die Ergebnisse geben Aufschluss über aktuelle Einschätzungen und Meinungen der Gesellschaft sowie potenzielle Entwicklungen in der Branche zu etwa Nutzung, Konsum und Teillegalisierung. Dabei zeigt sich vor allem eins: Die Teillegalisierung war ein erster guter Schritt, da die Gesellschaft recht ausgewogen in ihrer Meinungsbildung rund um Cannabis ist.

Fast die Hälfte der Deutschen befürwortet eine Teillegalisierung unter strengen Auflagen, fühlt sich gleichzeitig jedoch nicht gut informiert

Privater Eigenanbau durch Erwachsene zum Eigenkonsum, Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis im öffentlichen Raum sowie langfristig der gemeinschaftliche, nicht-gewerbliche Eigenanbau von Cannabis in Anbauvereinigungen inklusive kontrollierter Weitergabe von Konsumcannabis an deren erwachsene Mitglieder – alles unter strengen gesetzlichen Richtlinien und mit einem besonderen Fokus auf den Kinder- und Jugendschutz. Diese und weitere Regelungen sind seit April die neue Realität der deutschen Cannabispolitik in Deutschland.

Wenige Tage nach der Teillegalisierung stufen 42,9 Prozent der Deutschen ihren eigenen, aktuellen Wissensstand zur Nutzung und Wirkung von Cannabis als eher niedrig bis sehr niedrig ein. Das ist etwa jeder zweite Deutsche! Auch wenn das Thema Cannabis omnipräsent scheint, verdeutlichen derlei Zahlen den Bedarf an intensiver Aufklärung und sicheren Informationsquellen, dem Plattformen wie Weed.de in Zukunft gerecht werden wollen. Beim Blick auf Umfragewerte sollte dies berücksichtigt werden – denn um sich eine fundierte Meinung bilden zu können, braucht es ausreichend Informationen. Abgesehen davon ist ganz allgemein aber die Befürwortung von Cannabis mit Blick auf medizinische Zwecke in der Gesellschaft am größten. Mit 39,4 Prozent findet ein Großteil der Befragten, dass Cannabis ausschließlich für medizinische Zwecke legal sein sollte. Jeder Vierte (25,7 Prozent) ist der Meinung, dass eine Teillegalisierung unter strengen Auflagen wie Mindestalter und regulierter Abgabemenge der richtige Weg ist. Zusammen mit den 18,5 Prozent, die eine allgemeine Legalisierung von Cannabis als Freizeitdroge fordern, lässt sich also davon ausgehen, dass mehr als 44 Prozent der Gesellschaft den aktuellen Beschluss der Bundesregierung tendenziell befürworten. Nur etwa jeder Zehnte (12 Prozent) ist der Ansicht, dass Cannabis generell illegal sein sollte.

Die Vermeidung von Missbrauch und Abhängigkeit sowie der Schutz Minderjähriger sind mit jeweils über 70 Prozent die am häufigsten genannten Gründe derjenigen, die Cannabis nur zu medizinischen Zwecken oder lediglich unter strengen Auflagen legalisiert sehen möchten. Der Hauptgrund, der hinter der Forderung nach einer generellen Teillegalisierung steht, ist die Reduzierung krimineller Aktivitäten (77,8 Prozent). In einer offenen Abfrage wird zudem vermehrt das Thema Verhältnismäßigkeit zu Alkohol genannt. Da Alkohol legalisiert ist, sollte Cannabis auch legal sein, so der Konsens der Antworten. Durch Entkriminalisierung und gleichzeitige Risikoaufklärung kann erreicht werden, dass ein bewussterer Umgang wie mit Zigaretten und Alkohol gefördert wird.

Verständnis für die Chancen von Medizinalcannabis weiter ausbaufähig

Schon früher galten Öle und Extrakte der grünen Pflanze als Heilmittel. Heute sind bekannte bisherige Einsatzgebiete bereits seit 2017 vor allem in der Schmerztherapie, etwa bei chronischen Krankheiten oder schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, legalisiert. Die Umfrageergebnisse zeigen: Zwar wissen 72,8 Prozent der Befragten, dass Cannabis bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs zum Einsatz kommen darf, doch nur 57,8 Prozent wissen, dass es (auch schon vor der Teillegalisierung) bei anderen Indikationen verschrieben werden kann, wenn alternative Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind. Weiterhin glauben 6,7 Prozent, dass Ärzte generell kein Cannabis verschreiben dürfen.

Für Weed.de nimmt der gesundheitliche Aspekt im Rahmen der Teillegalisierung einen zentralen Stellenwert ein. So ist eines der Ziele, als vertrauensvoller Partner für Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheken aufzutreten. Über die eigene Plattform möchte Weed.de insbesondere die Suche nach erfahrenen Therapeut:innen und Apotheken erleichtern: „Unser Bestreben ist es, die Versorgung mit medizinischem Cannabis in Deutschland zu verbessern“, so Justin Hartfield, Gründer von Weed.de. „Mit Weed.de wollen wir alle erreichen, die sich für die therapeutischen Möglichkeiten von Cannabis interessieren und Patient:innen dabei unterstützen, Ärzt:innen zu finden, die sich mit medizinischem Cannabis auskennen. Durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Apotheken stellen wir sicher, dass Patient:innen, die über Weed.de ihre Medizin reservieren, ausschließlich qualitativ hochwertige und geprüfte Arznei erhalten.“ Von der Teillegalisierung erhofft sich Weed.de nun ein neues Verständnis von Cannabis in der Gesellschaft, auf dessen Basis die Plattform Menschen umfangreich und als vertrauensvoller Partner über das Potenzial von medizinischem Cannabis aufklären kann.

Green Consumption: Fast die Hälfte der Deutschen hat bereits Cannabis konsumiert und jeder 2. plant Konsum nach der Teillegalisierung

In der Umfrage wurde auch danach gefragt, ob die Befragten bereits vor der Teillegalisierung am 1. April schon einmal Cannabis konsumiert haben. Allein als Freizeitdroge ist das bei fast jedem Dritten der Fall (28,4 Prozent). 14,5 Prozent haben Cannabis weiterhin als medizinisches Mittel konsumiert. Und auch für die Zukunft zeigt sich, dass fast die Hälfte der Bevölkerung nach der Teillegalisierung plant, Cannabis zu konsumieren (46,8 Prozent) – entweder regelmäßig als Freizeitdroge (11,9 Prozent), als medizinisches Mittel (17,7 Prozent) oder um es zumindest einmal auszuprobieren (17,2 Prozent). Weitere 14,3 Prozent haben es derzeit nicht konkret vor, wären aber generell offen dafür.

Mit Blick auf die Einschätzung der Wirkung von Cannabiskonsum auf den Körper befinden sich auf den vorderen Plätzen: Schmerzlinderung (79,5 Prozent), Entspannung und Beruhigung (73 Prozent) und veränderte Wahrnehmung (61,9 Prozent). Als präferierte Konsumform von Cannabis liegt Rauchen mit 48,6 Prozent vorn, gefolgt von Essen in Form von zum Beispiel Brownies mit 33,7 Prozent und der Einnahme von Ölen und/oder Kapseln mit 28,3 Prozent.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das Thema Cannabis derzeit viele Menschen in Deutschland beschäftigt und der Konsum insbesondere nach der Teillegalisierung eine neue Rolle in deren Alltag einnehmen wird. Wie sich die Meinung zum neuen Gesetz festigen oder verändern wird, müssen Analysen über die Zeit zeigen. Klar ist jedoch, dass es nach wie vor einen hohen Aufklärungsbedarf in der Gesellschaft gibt. Unternehmen wie Weed.de, die sich der Aufklärung über Cannabis widmen, sind daher wichtig, um ein genaueres Verständnis für die Möglichkeiten, aber auch die Risiken, die mit Cannabis verbunden sind, zu fördern.

Über Weed.de

Weed.de ist eine All-in-One Plattform rund um Cannabis und steht für einen offenen, aber verantwortungsbewussten Umgang mit Cannabis in der Gesellschaft. Das Ziel von Weed.de ist es, Patient:innen, CBD-Verwender:innen und Interessierte in Deutschland dabei zu unterstützen, ihren persönlichen Weg rund um Cannabis zu finden. Dafür bietet die Plattform einen Zugang zu verlässlichen, gut recherchierten Informationen, auf deren Basis Menschen individuelle Entscheidungen treffen können. Darüber hinaus können Interessierte auf Weed.de nach Ärzt:innen und Apotheken suchen, die Erfahrung mit medizinischem Cannabis haben, sich über bestimmte Cannabissorten informieren sowie CBD-Shops und Marken aus dem Cannabis-nahen Umfeld finden. Durch Aufklärung und Transparenz möchte sich Weed.de als Navigator für den europäischen Cannabis-Markt etablieren und zugleich den Zugang zu qualitativ hochwertigem Medizinalcannabis sicherer gestalten. Die Plattform wurde 2023 von Unternehmer und Venture Capitalist Justin Hartfield gegründet, der im Jahr 2008 bereits maßgeblich an der Gründung der bekannten Cannabis-Plattform WeedMaps in den USA beteiligt war.

(1) Die Umfrage wurde vom 05. – 08. April 2024 durch das Marktforschungsunternehmen Appinio (https://www.appinio.com/de/) durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die bundesweit repräsentativ für Alter und Geschlecht der deutschen Bevölkerung sind. Die Ergebnisse geben Aufschluss über aktuelle Einschätzungen und Meinungen der Gesellschaft sowie potenzielle Entwicklungen in der Branche zu u.a. Nutzung, Konsum und Legalisierung.

Pressekontakt:
SGC | Mühlenkamp 63, 22303 Hamburg
Hanna Purnhagen | E-Mail: [email protected] | Tel.: +49 (0) 40 20 93 48 23 31
Inga Bender | E-Mail: [email protected] | Tel.: +49 (0) 40 20 93 48 23 98
Original-Content von: Weed.de, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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