Mittwoch, April 15, 2026

Schwarzmärkte und Rückfälle: Die unbeabsichtigten Folgen von E-Zigaretten-Aromaverboten

Berlin (ots) –

Die World Vapers‘ Alliance (WVA) warnt eindringlich vor den negativen Folgen eines möglichen Verbots von Aromen in E-Zigaretten. Internationale Beispiele zeigen, dass solche Verbote nicht nur wirkungslos sind, sondern sogar kontraproduktiv sein können.

Michael Landl, Direktor der World Vapers‘ Alliance, erklärt: „Das Beispiel Dänemark sollte für Gesundheitsminister Özdemir eine deutliche Warnung sein. Das dortige Aromaverbot ist kläglich gescheitert. Laut einer Umfrage (https://tholosfoundation.org/wp-content/uploads/2023/10/Denmark-DE.pdf) der Tholos Foundation geben 93% der dänischen Dampfer an, dass es einfach ist, verbotene Aromen zu finden. Das Resultat ist ein florierender Schwarzmarkt, der Schmugglern in die Hände spielt und die Strafverfolgung untergräbt.“

Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeichnen ein ähnlich düsteres Bild. In Quebec (https://www.journaldemontreal.com/2024/06/09/nos-pires-scenarios-se-sont-realises-des-vapoteurs-se-rabattent-sur-la-cigarette) kehrten nur sechs Monate nach Einführung eines Aromaverbots 36% der ehemaligen Dampfer zum Rauchen zurück. „Ein Verbot in Deutschland würde Millionen Erwachsene entweder in den Schwarzmarkt oder zurück zum Rauchen treiben – beides katastrophale Ergebnisse aus Sicht der öffentlichen Gesundheit“, warnt Landl.

Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen auf Jugendliche. In San Francisco (https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2780248) führte der Versuch, das Dampfen unter Jugendlichen durch ein Aromaverbot einzudämmen, zum ersten Anstieg der Raucherquote unter Teenagern seit Jahrzehnten. „Das zeigt deutlich, dass gut gemeinte Verbote oft das Gegenteil bewirken und die Situation sogar verschlimmern können“, so Landl.

Die WVA betont, dass wissenschaftliche Erkenntnisse die entscheidende Rolle von Aromen bei der Rauchentwöhnung belegen. Studien (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32501490/) zeigen, dass Aromen die Chance, mit dem Rauchen aufzuhören, um 230% erhöhen. Fruchtaromen (83,3%), gefolgt von Dessert- (68,0%) und Süßigkeitenaromen (44,5%) sind dabei am beliebtesten, während nur 2,1% Tabakaroma (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10576309/) als häufigste Geschmacksrichtung angeben.

„Der Gesundheitsminister muss auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Stimmen der Verbraucher hören“, fordert Landl. „Mehr als 100.000 Menschen haben bereits die Petition (https://worldvapersalliance.com/every-life-counts/) der World Vapers‘ Alliance gegen ein Aromaverbot unterzeichnet. Zudem zeigte die öffentliche Konsultation (https://tholosfoundation.org/wp-content/uploads/2024/05/Tholos_Policy_Paper_v71.pdf) der EU-Kommission 2023 zur zukünftigen Tabak- und Nikotinregulierung, dass eine Mehrheit Produkte zur Schadensminimierung, einschließlich Aromen, unterstützt.“

Die WVA appelliert an die politischen Entscheidungsträger, die verheerenden Folgen eines Aromaverbots zu bedenken und stattdessen evidenzbasierte Strategien zur Reduzierung des Tabakkonsums zu verfolgen.

Pressekontakt:
Michael Landl
[email protected]
Original-Content von: World Vapers‘ Alliance, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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