Samstag, Januar 3, 2026

Risikogruppe ohne Risikogefühl: Etwa jeder dritte gefährdete Erwachsene über 50 nimmt RSV auf die leichte Schulter

München (ots) –

Eine Umfrage offenbart ein riskantes Gesundheits-Paradoxon: In Deutschland kümmert sich die überwiegende Mehrheit der älteren Erwachsenen aktiv um ihre Gesundheit. Vor einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus hat allerdings ein Drittel von ihnen keine Angst – obwohl RSV für diese Risikogruppe besonders gefährlich werden kann.[1]

85 % der Menschen, die durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) besonders gefährdet sind, kümmern sich nach eigener Einschätzung gewissenhaft um ihre Gesundheit.[1] Gleichzeitig wissen die wenigsten über den Erreger Bescheid, der gerade für sie ein erhebliches Risiko darstellen kann.[1] Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Biopharma-Unternehmens GSK.[1] Nur ein Drittel (34 %) der Befragten weiß, wofür RSV steht.[1] Dies trägt vermutlich zu der mangelnden Besorgnis bei: 29 % sind „überhaupt nicht besorgt“, sich mit dem Erreger anzustecken.[1] Auch die Schwere von RSV wird von vielen verkannt: Nur 12 % stufen die möglichen Folgen einer Infektion als „extrem schwerwiegend“ ein.[1] Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Pneumologie in Köln, bestätigt: „Viele Menschen unterschätzen das Risiko einer RSV-Infektion. Die Grippe-, die Corona-, die RSV-Infektion werden oft mit einer banalen Erkältung – also mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit – in einen Topf geschmissen.“ Dabei kann das Virus älteren Menschen gefährlich werden und Komplikationen wie eine Lungenentzündung auslösen.[2] Zudem können sich bestehende Vorerkrankungen durch eine RSV-Infektion zuspitzen und mitunter eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.[2]

RSV-Risiko bei Herz- und Lungenerkrankungen häufig unterschätzt

Besonders alarmierend: 59 % der Befragten mit chronischen Lungenerkrankungen sind sich des deutlich erhöhten Risikos einer Krankenhausbehandlung aufgrund einer RSV-Infektion nicht bewusst.[1] Dabei sind Infektionen mit Atemwegserregern wie RSV eine der Hauptursachen für Verschlimmerungen von chronischen Lungenleiden, die oft intensive medizinische Maßnahmen erfordern.[3] Neben Betroffenen mit chronischen Lungenerkrankungen sind auch Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders gefährdet.[4] Bei einer Infektion mit RSV können zum Beispiel unter Umständen ein Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen drohen.[5] Doch auch in dieser Personengruppe mangelt es an Risikobewusstsein: 64 % wissen nicht, dass eine RSV-Infektion schwerwiegende Herzereignisse auslösen kann.[1]

Wichtige Schutzimpfung weitestgehend unbekannt

Um dem Risiko einer schweren RSV-Infektion und einer Zuspitzung von Vorerkrankungen entgegenzuwirken, können sich gefährdete Gruppen gegen RSV impfen lassen.[2] Viele Befragte wissen das aber nicht.[1] Nur 32 % sind über eine Impfung für ihre Altersgruppe informiert.[1] Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie allen Personen ab 75 Jahren sowie Menschen ab 60, die bestimmte Vorerkrankungen haben oder in Pflegeeinrichtungen wohnen.[2] Eine Impfung ist zum Beispiel auch für Menschen ab 50 Jahren mit einem erhöhten RSV-Risiko aufgrund von schweren Vorerkrankungen möglich.[6]

Dr. de Zeeuw betont: „Am schlausten ist es, sich gegen RSV impfen zu lassen. Denn: Die RSV-Impfung reduziert das Risiko für einen schweren Verlauf. Man kann sich nach der Impfung immer noch mit RSV anstecken. Aber das, was die Ansteckung an Beschwerden verursacht, lässt sich deutlich abmildern. Das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt sinkt.“

Über die weltweite Umfrage zur RSV-Awareness-Week

Die globale Umfrage zur RSV-Awareness-Week fand online statt.[1] Sie umfasste 4.656 Erwachsene im Alter ab 50 Jahren und wurde zwischen dem 13. und 31. August 2025 von Human8 im Auftrag von GSK durchgeführt.[1] Erhoben wurde sie in acht Ländern (Belgien, Brasilien, Deutschland, Japan, Kanada, Mexiko, Polen und Spanien) in zehn Sprachen.[1] Die Umfrage umfasste 15 Fragen zum Bewusstsein für RSV und zum Engagement von Gesundheitsdienstleistern inklusive spezifischen Fragen für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.[1]

Über GSK

GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen unter: www.de.gsk.com

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**Info: Gendergerechte Sprache: Dieser Text schließt prinzipiell alle Geschlechter mit ein. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch nur eine Geschlechtsform verwendet – welche das ist, liegt im Ermessen derjenigen Person, die den Text verfasst hat.

NP-DE-AVU-PRSR-250004 (11/2025)

Referenzen

[1] Human8 on behalf of GSK. RSV Awareness Week 2025 Survey (Brazil, Belgium, Canada, Germany, Japan, Mexico, Poland and Spain). Data on file. 2025.

[2] Rki.de, „RSV-Impfung für ältere Menschen“. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/RSV-Impfung-Aeltere-Menschen.pdf?__blob=publicationFile Zugriff: November 2025

[3] Penders Y et al. Curr Allergy Asthma Rep. 2025 Feb 25;25(1):14

[4] Infektionsschutz.de, „RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)“. Verfügbar unter: https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregersteckbriefe/rsv-respiratorisches-synzytial-virus/ Zugriff: November 2025

[5] Herzmedizin.de, „RSV ist keine Kinderkrankheit – was das für Herzkranke bedeutet“. Verfügbar unter: https://herzmedizin.de/fuer-patienten-und-interessierte/vorsorge/risikofaktoren/rsv-virus.html Zugriff: November 2025

[6] Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V., „RSV-Impfung jetzt über die Versichertenkarte“. Verfügbar unter: https://www.daab.de/2025/07/rsv-impfung-jetzt-ueber-die-versichertenkarte-einfacher-schutz-fuer-risikogruppen Zugriff: November 2025

Pressekontakt:
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Quelle: ots

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