Freitag, April 3, 2026

Prof. Dr. Mandy Mangler über Geburtsbegleitung: „Es ist wichtig, dass es der Mutter gut geht“

Baierbrunn (ots) –

Die ideale Begleitperson muss nicht unbedingt der biologische Vater sein, sagt die Gynäkologin in der „Apotheken Umschau ETLERN“.

Worauf kommt es bei einer guten Begleitperson im Kreißsaal an? Wie finden Gebärende die richtige Begleitperson? „Bei der Geburt zählt vor allem das Wohl der Gebärenden. Denn wenn es der Mutter gut geht, geht es auch dem Kind gut. Das haben Studien gezeigt“, erklärt Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin zweier Berliner Geburtskliniken, im Interview mit dem Magazin „Apotheken Umschau ELTERN“.

Nicht jeder Mann als Geburtsbegleiter geeignet

Eine gute Begleitperson stärkt der Gebärenden den Rücken – und zwar ohne übergriffig zu sein, so Mangler. „Ich sehe die Gebärdende und ihre Begleitperson(en) grundsätzlich als Einheit. Auch wenn zum Beispiel unerwartet ein Kaiserschnitt notwendig wird, versuche ich, diese Einheit nicht zu trennen“, sagt die Chefärztin, Autorin des erfolgreichen Podcasts „Gyncast“ und des Ratgebers „Das große Gynbuch“. „Der Gedanke, dass Mütter alles allein schaffen müssen, ist meiner Meinung nach problematisch – und das beginnt schon bei der Geburt und setzt sich im Wochenbett fort.“

Durchaus sinnvoll könne es sein, jemand anderen als den Vater des Kindes in den Kreißsaal mitzunehmen, sagt Mangler. „Nicht jeder Mann ist als Geburtsbegleiter geeignet. Manche können kein Blut sehen, andere fühlen sich hilflos oder haben schlicht kein Interesse daran, diesen Moment aktiv mitzuerleben.“ Wenn der Vater grundsätzlich bereit ist, sich mit dem Thema Geburt auseinanderzusetzen, lassen sich viele Unsicherheiten vorab klären. „Aber es braucht eben echte Bereitschaft – nicht nur körperliche Anwesenheit“, betont Mandy Mangler. Was aber, wenn der Vater dabei sein will – die Gebärende das aber nicht möchte? Dann sollte man das klar kommunizieren, so die Geburtshilfeexpertin.

Drei Fragen für die Wahl der Begleitperson

Bei der Wahl der richtigen Begleitperson rät Prof. Dr. Mangler in der „Apotheken Umschau ELTERN“, sich drei Fragen zu stellen. Erstens: Fühle ich mich mit dieser Person in einer so intimen Situation wirklich wohl? Zweitens: Traue ich ihr zu, mir eine echte Stütze zu sein? Und drittens: Kann ich mich in ihrer Gegenwart komplett fallen lassen? Das ist entscheidend, unterstreicht Mandy Mangler: „Denn nur, wenn sich die Gebärende sicher fühlt, kann sich ihr Körper entspannen.“

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Die „Apotheken Umschau ELTERN“ 12/2025 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

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Quelle: ots

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