Donnerstag, Januar 8, 2026

Immunsystem: Was die Abwehr von Kindern wirklich stärkt

Baierbrunn (ots) –

Kaum ist es Herbst, sind alle erkältet. Lässt sich dagegen nicht etwas tun? Doch: Bewegung an der frischen Luft zum Beispiel ist immer ein echter Immun-Booster. „Das aktiviert den Kreislauf, führt zu einer besseren Schleimhautdurchblutung und zu einer schnelleren, effizienteren Abwehr von Krankheitserregern“, sagt Dr. Cornelia Gottschick, Epidemiologin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Schöner Nebeneffekt: Draußen tummeln sich auch weniger Viren. Was noch hilft? Das Magazin „Apotheken Umschau ELTERN“ zeigt, was das Immunsystem wirksam stark macht.

Gerne mal dreckige Hände beim Spielen

Auch gut für die Abwehr: gesund essen. „Um das Immunsystem zu stärken, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung setzen“, sagt Kinderarzt Dr. Philip Wintermeyer aus München. Das Ziel: fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Dazu Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, wenig Fleisch und ein- bis zweimal die Woche Fisch. Und natürlich wenig Zucker und Fettiges. Schmeckt dem Kind so gar nicht? Dann dranbleiben! Wintermeyer empfiehlt: „Die Eltern bestimmen, was gegessen wird. Die Kinder bestimmen, wie viel.“ Übrigens: Bei gesunder Ernährung brauchen Kinder in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Vitamine in Tablettenform – auf eigene Faust eingenommen, können sie sogar schaden.

Ein gutes Training fürs Immunsystem ist der Kontakt mit Mikroben, winzig kleinen Lebewesen wie Bakterien oder Pilzen. „Es schadet weniger, als man denkt, wenn Kinder mal dreckige Hände haben“, sagt Kinderarzt Wintermeyer. Besonders spannend: „Im Wald oder auf der Wiese finden sich andere Mikroben als in Wohnungen oder auf städtischen Spielplätzen“, erläutert Epidemiologin Gottschick. Deshalb ruhig die Kinder auch mal in alten Blättern wühlen oder mit morschem Holz bauen lassen. Ohnehin warnt sie vor zu viel Hygiene: Gründliches Händewaschen sei immer eine gute Sache, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Aber panisch jede Türklinke desinfizieren und Spielzeug sterilisieren – Gottschick bezweifelt, dass das was bringt. Anders ist es, wenn jemand aus der Familie schon krank ist. Um die anderen zu schützen, sind getrennte Handtücher dann Pflicht. Toilette und Bad regelmäßig zu desinfizieren, kann dann auch helfen.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Die „Apotheken Umschau ELTERN“ 10/2025 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert, PR-Manager
Tel.: 089/744 33-360
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Original-Content von: Wort & Bild Verlagsgruppe – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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