Sonntag, Januar 25, 2026

Gesundheitsgefahren durch Plastikchemikalien: Exit Plastik veröffentlicht Bericht und lädt zur Podiumsdiskussion

Berlin (ots) –

Das zivilgesellschaftliche Bündnis Exit Plastik warnt vor den gesundheitlichen Gefahren durch Chemikalien in Plastikprodukten. Ein heute veröffentlichter Bericht zeigt auf, wie schädliche Stoffe aus Plastik-Lebenmittelverpackungen in unsere Nahrung gelangen. Begleitend dazu findet am Mittwoch, dem 12. Februar 2025, um 11:45 Uhr eine öffentliche Online-Podiumsdiskussion statt, in der Expert*innen aus Medizin und Forschung Lösungen zur Reduktion dieser Risiken diskutieren.

Gesundheitsrisiko durch Plastik in Lebensmittelverpackungen

Aktuell sind über 1.200 Chemikalien bekannt, die im alltäglichen Gebrauch aus Plastik in Lebensmittel übergehen können. Viele dieser Chemikalien gelten als endokrine Disruptoren, die das Hormonsystem stören und mit gesundheitlichen Problemen wie Fortpflanzungsstörungen und der Entwicklung von Krebs in Verbindung gebracht werden.

Forderungen nach einer grundlegenden Verpackungswende

Exit Plastik fordert ein Umdenken in der Verwendung von Plastikmaterialien:

„Wir können nicht hinnehmen, dass schädliche Chemikalien weiter zur Herstellung von Plastikprodukten genutzt werden. Gesundheits- und umweltschädliche Plastikprodukte und Verpackungen müssen vom Markt genommen werden“, fordert Carla Wichmann, Koordinatorin von Exit Plastik.

„Weniger ist mehr“, ergänzt Wichmann. „Was wir brauchen, sind flächendeckende Maßnahmen für verpackungsfreie und verpackungsarme Konsummöglichkeiten. Dazu gehören öffentliche Trinkbrunnen und alltagstaugliche Mehrwegsysteme, die für alle zugänglich und frei von gefährlichen Chemikalien sind.“

Hohe gesellschaftliche Kosten durch Plastikchemikalien

Schädliche Chemikalien in Alltagsprodukten und Verpackungen haben auch schwerwiegende volkswirtschaftliche Folgen. Eine Untersuchung des Forever Lobbying Project zeigt, dass allein die Belastung mit PFAS in der EU jährlich Gesundheitskosten von 52-84 Milliarden Euro verursacht.

Einladung zur Online-Podiumsdiskussion

Im Rahmen der Veröffentlichung des Berichts lädt Exit Plastik zu einer online Podiumsdiskussion ein. Expert*innen aus Medizin und Forschung diskutieren Gesundheitsrisiken durch Plastik und Plastikchemikalien sowie notwendige Lösungen und Kommunikationsstrategien.

„Plastik und Gesundheit“ – Was sind die Gesundheitsgefahren durch Plastik und Plastikchemikalien? Welche Lösungen und Kommunikation braucht es?

Mit: Dr. med. Christina Hecker (Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der Dermatologie), Dr. med. Dirk Holzinger (Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, KLUG) & Dr. Helene Wiesinger (Food Packaging Forum); Moderation: Alexandra Caterbow (HEJSupport)

– Termin: Mittwoch, 12. Februar 2025, 11:45 Uhr
– Ort: Online
– Anmeldung zur online-Teilnahme: https://exit-plastik.de/runder-tisch/

Weitere Informationen:

– Bericht „Risikobehälter: Plastikmaterialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen“: https://exit-plastik.de/factsheet-lebensmittelkontakt/
– Mitglieder des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Exit Plastik: a tip: tap e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace e.V., Heinrich-Böll-Stiftung, HEJSupport e.V., Women Engage for a Common Future e.V. (WECF), Zero Waste Germany e.V. und Zero Waste Kiel e.V.
– Mehr über Exit Plastik: www.exit-plastik.de
– Aktuelle Infos auch auf Social Media: @exitplastik auf Bluesky (https://bsky.app/profile/exitplastik.bsky.social), Instagram (https://www.instagram.com/exitplastik/) & LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/exitplastik)!
– The Forever Lobbying Project: https://foreverpollution.eu/lobbying/

Pressekontakt:
Carla Wichmann (Koordinatorin Exit Plastik), E-Mail: [email protected]
Original-Content von: Exit Plastik, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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