Mittwoch, Februar 25, 2026

Fortbildungskongress pharmacon / Beratungsbedarf zu Krebsmedikamenten wird steigen

Schladming (ots) –

Gegen Krebserkrankungen werden heute rund 150 verschiedene Arzneimittel eingesetzt, die nichts mit Chemotherapie zu tun haben. „Behandelt werden die meisten Patientinnen und Patienten mit einer individualisierten und zielgerichteten Therapie. Deshalb wird der Beratungsbedarf in den Apotheken in den nächsten Jahren wachsen, auch wegen der komplexen Nebenwirkungen“, sagte Prof. Dr. Yon-Dschun Ko, Chefarzt im Johanniter-Krankenhaus Bonn beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer. „Heute geht es in der Tumortherapie nicht mehr um die Frage, ob nur eine Chemotherapie eingesetzt wird, sondern vielmehr um die Auswahl der besten zielgerichteten Medikamente, die diese ersetzen oder ergänzen können.“

Viele der hochwirksamen Medikamente können auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen, umgangssprachlich Nebenwirkungen genannt, haben. Die Nebenwirkungen seien für Patientinnen und Patienten ohne professionellen Rat oft schwer einschätzbar. Eine Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker sieht Ko darin, die Patientinnen und Patienten bei der Einschätzung der Nebenwirkungen zu unterstützen. Denn es gäbe potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen, die in der Selbstwahrnehmung oft unterschätzt würden. Als Beispiel nannte Ko die venöse Thromboembolie oder eine Lungenentzündung als Nebenwirkungen des Wirkstoffs Abemaciclib. Diese würden oft gar nicht bemerkt oder als harmlos abgetan. Bei anderen, weniger bedrohlichen Nebenwirkungen wie Juckreiz oder Störungen der Geschmacksempfindungen würden Patientinnen und Patienten hingegen von sich aus in der Apotheke nachfragen.

Ko: „An Krebs erkranken vorwiegend ältere Menschen, die mitunter auch von kognitiven Einschränkungen betroffen sind. Sie fühlen sich durch ein komplexes Therapieregime meiner Erfahrung nach oft überfordert. Sie profitieren besonders von professionellen Teams aus Ärztinnen und Ärzten einerseits und Apothekerinnen und Apothekern andererseits.“

Viele Apotheken bieten für Patienten, die Antitumormedikamente einnehmen, bereits heute eine pharmazeutische Dienstleistung an.

Mehr Informationen auf www.abda.de

Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, [email protected]
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134,
[email protected]
Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Weltkinderkrebstag 2026: KNACK DEN KREBS: 50 Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Hamburg (ots) - Mit dem Weltkinderkrebstag, der jährlich am 15. Februar stattfindet, soll die Öffentlichkeit für das...

Roche eröffnet neues Hightech-Innovationszentrum für 300 Millionen Euro in Bayern

Penzberg (ots) - - Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung...

Nationale Präventionskonferenz: DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer neuer Vorsitzender / Schwerpunktthema 2026 ist „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Berlin (ots) - Zum Januar 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) turnusgemäß den Vorsitz der Nationalen...

Ein Tabu bricht auf: Warum Essstörungen so viel tiefer gehen als Schönheitswahn

Ottikon b. Kemptthal (ots) - Wenn Menschen öffentlich über Essstörungen sprechen, wirkt das oft wie ein Tabubruch...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Weltkinderkrebstag 2026: KNACK DEN KREBS: 50 Jahre Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.

Hamburg (ots) - Mit dem Weltkinderkrebstag, der jährlich am 15. Februar stattfindet, soll die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern sensibilisiert werden. Jährlich...

Roche eröffnet neues Hightech-Innovationszentrum für 300 Millionen Euro in Bayern

Penzberg (ots) - - Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung in Penzberg. - Hightech-Neubau ist Teil...

Nationale Präventionskonferenz: DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer neuer Vorsitzender / Schwerpunktthema 2026 ist „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Berlin (ots) - Zum Januar 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) turnusgemäß den Vorsitz der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) vom GKV-Spitzenverband übernommen. Neuer amtierender...