Sonntag, Mai 19, 2024

Europäische Impfwoche 2024: Der richtige Schutz von Anfang an

Frankfurt/Main (ots) –

Auch in diesem Jahr ruft die World Health Organization (WHO) die Europäische Impfwoche aus, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen und Immunisierungen in der Bevölkerung zu schärfen. Die Entwicklungen im Bereich der Impfstoffe gehören laut der Organisation zu den größten Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte und haben dazu geführt, dass besonders die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft besser geschützt ins Leben starten können. Auch wenn Krankheiten wie die Kinderlähmung fast vollständig besiegt wurden und die Pocken sogar ganz ausgerottet werden konnten, zielt die Initiative weiterhin darauf ab, bestehende Impflücken zu schließen, um dafür zu sorgen, dass jedes Kind eine Chance auf ein gesundes Leben bekommt.

Die Kleinsten schützen: Respiratorisches Synzytial-Virus und Meningokokken

Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) – nicht nur ein schwer auszusprechender Zungenbrecher, sondern auch ein Virus, das Menschen aller Altersgruppen betreffen kann. Säuglinge und Kleinkinder infizieren sich allerdings besonders häufig: Bis zu ihrem zweiten Lebensjahr haben sich nahezu alle Kinder bereits angesteckt. Bei Säuglingen ist das RS-Virus die häufigste Ursache für Infektionen der unteren Atemwege wie Bronchiolitis und Lungenentzündung. RSV ist ein saisonales Virus, das in Deutschland meist verstärkt zwischen November und April auftritt. Besonders bei Kindern unter zwei Jahren sorgen RSV-Infektionen noch bis in den April hinein für viele Besuche in der Kinderarztpraxis und führen in einigen Fällen sogar zu Krankenhauseinweisungen.

Ein schwerer Verlauf ist auch für Expert*innen schwer vorherzusagen und kann oft gesunde, reifgeborene Kinder betreffen. Diese Gruppe macht sogar den größten Anteil an Krankenhausaufenthalten aufgrund von RSV-Infektionen aus. Eltern sollten daher bei ersten Anzeichen einer RSV-Infektion, wie Husten, Schnupfen und verminderter Nahrungsaufnahme, wachsam sein und bei Atembeschwerden, Trinkschwäche oder Atemgeräuschen die Kinderarztpraxis aufsuchen.

Für Eltern ist es die oberste Priorität, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Kleinen zu gewährleisten. Doch manchmal lauern unsichtbare Gefahren, vor denen gerade Kinder besonders geschützt werden sollten. Meningokokken stehen hierbei an vorderster Front: Die winzigen Bakterien können eine seltene, jedoch potenziell verheerende Krankheit hervorrufen, die invasive Meningokokken-Erkrankung. Sie kann plötzlich auftreten und im Falle eines schwerwiegenden Verlaufs bleibende Schäden hinterlassen oder sogar zum Tod führen. In Deutschland werden jährlich etwa 300 Fälle von invasiven Meningokokken-Erkrankungen erfasst.

Impfungen bieten den bestmöglichen Schutz vor einer Meningokokken-Erkrankung. Dafür stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, die vor unterschiedlichen Varianten des Erregers, den sogenannten Serogruppen, schützen können. Insgesamt gibt es zwölf dieser Serogruppen, die sich aufgrund ihrer verschiedenartigen Oberflächenstrukturen unterscheiden lassen; fünf von ihnen (A, B, C, W und Y) sind für 95 % aller invasiven Meningokokken-Erkrankungen weltweit verantwortlich. In Deutschland treten vor allem die Serogruppen B, Y, W und C auf. Seit Ende 2022 wird in Deutschland ein Anstieg der Serogruppe Y beobachtet, der sich über alle Altersgruppen hinweg zeigt.

Die Kleinsten schützen: Fragen Sie Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin

Doch was kann man tun, um die Liebsten besonders in den jungen Jahren zu schützen? Zum bestmöglichen Schutz der Kleinen können Eltern vorbeugende Maßnahmen, wie das Reinigen und Desinfizieren von Spielzeugen und Oberflächen oder regelmäßiges Händewaschen, vornehmen. Ratsam ist es außerdem, den Kontakt zu kranken Familienmitgliedern oder Freund*innen zu vermeiden. Oft stecken sich Babys bei ihren älteren Geschwistern an, die bereits die Kita besuchen.

Einen umfassenden Schutz vor verschiedenen Erkrankungen können aber nur Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen oder Immunisierungen bieten. Hierzu sollten sich Eltern regelmäßig beim Besuch in ihrer Kinderarztpraxis informieren.

Über Sanofi

Wir sind ein innovatives globales Gesundheitsunternehmen mit einer einzigen Bestimmung: Wir erforschen die Wunder der Wissenschaft, um das Leben der Menschen zu verbessern. Unser Team setzt sich in etwa 100 Ländern dafür ein, die medizinische Praxis zu verändern und damit das Unmögliche möglich zu machen. Wir bieten weltweit Millionen von Menschen lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen an, die das Potenzial haben, das Leben zu verbessern. Dabei stellen wir Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt unseres Handelns.

Sanofi ist an den Börsen EURONEXT: SAN und NASDAQ: SNY gelistet.

MAT-DE-2401460-v1.0-04/2024

Referenzen

World Health Organization. World Immunization Week 2024. Humanly Possible: Immunization for All. Verfügbar unter: https://www.who.int/campaigns/world-immunization-week/2024. Abgerufen am 15.04.2024.

Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber. Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen (RSV). https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_RSV.html. Stand Feb 2024. Abgerufen am 06.03.2024.

Wick M, et al. Inpatient burden of respiratory syncytial virus in children <=2 years of age in Germany: A retrospective analysis of nationwide hospitalization data, 2019-2022. Influenza Resp Viruses. 2023;17(11): e13211.

Nair H, et al. Global burden of acute lower respiratory infections due to respiratory syncytial virus in young children: a systematic review and meta-analysis. The Lancet. 2010;375(9725): 1545-1555.

Shi T, et al. Global, regional, and national disease burden estimates of acute lower respiratory infections due to respiratory syncytial virus in young children in 2015: a systematic review and modelling study. The Lancet. 2017;390(10098): 946-958.

Smith DK, Seales S, Budzik C. Respiratory Syncytial Virus Bronchiolitis in Children. Am Fam Physician. 2017;95(2): 94-99.

Robert Koch-Institut. ARE-Wochenbericht. 1.4. bis 7.4.2024. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/11634/ARE_Wochenbericht_KW14_2024.pdf.

Bianchini S, et al. Role of Respiratory Syncytial Virus in Pediatric Pneumonia. Microorganisms. 2020;8(12): 2048.

Hall CB, et al. The burden of respiratory syncytial virus infection in young children. N Engl J Med. 2009;360(6): 588-598.

Hartmann K, et al. Clinical Burden of Respiratory Syncytial Virus in Hospitalized Children Aged <=5 Years (INSPIRE Study). J Infect Dis. 2022;226(3): 386-395.

Robert Koch-Institut. Häufig gestellte Fragen und Antworten zu RSV-Infektionen (Respiratorische Synzytial-Viren). https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/RSV/FAQ_Liste_gesamt.html. Stand Sep 2023. Abgerufen am 11.04.2024.

Robert Koch-Institut. Aktualisierte Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (STIKO). Epid Bull. 2018;(3): 1-14.

Ladhani SN, et al. Increase in endemic Neisseria meningitidis capsular group W sequence type 11 complex associated with severe invasive disease in England and Wales. Clin Infect Dis. 2015;60(4): 578-585.

European Centre for Disease Prevention and Control. Factsheet about meningococcal disease. https://ecdc.europa.eu/en/meningococcal-disease/factsheet. Stand Nov 2023. Abgerufen am 15.04.2024.

Robert Koch-Institut. SurvStat@RKI 2.0. Meldezahlen Invasive Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland. https://survstat.rki.de/Content/Query/Create.aspx. Abgerufen am 15.04.2024.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Meningokokken-Impfung bei Kindern. https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/meningokokken/. Abgerufen am 11.04.2024.

Purmohamad A, et al. Global estimate of Neisseria meningitidis serogroups proportion in invasive meningococcal disease: A systematic review and meta-analysis. Microb Pathog. 2019;134: 103571.

Thomas E, et al. Burden of Respiratory Syncytial Virus Infection During the First Year of Life. J Infect Dis. 2021;223(5): 811-817.

Pressekontakt:
Communications
Public Relations Manager Vaccines
Tatjana Habermann
[email protected]
Original-Content von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Sonya Kraus: „Ich will das Leben umarmen“ / Ganz bewusst hat sich die Moderatorin dazu entschlossen, fröhlich und gut gelaunt zu sein / Diese...

Baierbrunn (ots) - Als Sonya Kraus 2021 an Brustkrebs erkrankte, ging sie auf Instagram sehr offen mit...

Welt-CED-Tag – Grenzenlose Awareness für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen schaffen

Berlin (ots) - - Welt-CED-Tag am 19. Mai - Motto "IBD Has No Borders" ruft auf, chronisch-entzündliche...

Arzneimittel gegen Bluthochdruck: Welches passt zu mir?

Berlin (ots) - Von A wie ACE-Hemmer bis Z wie Zentrale Sympathikus-Blocker: Es gibt eine Vielzahl an...

Gefahrlos üben: So nutzen Unternehmen VR für den Arbeitsschutz

Köln (ots) - Mithilfe ausgefeilter Software können Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effektiv und risikofrei für potenziell...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Sonya Kraus: „Ich will das Leben umarmen“ / Ganz bewusst hat sich die Moderatorin dazu entschlossen, fröhlich und gut gelaunt zu sein / Diese...

Baierbrunn (ots) - Als Sonya Kraus 2021 an Brustkrebs erkrankte, ging sie auf Instagram sehr offen mit ihrer Krankheit um und blieb positiv, um...

Welt-CED-Tag – Grenzenlose Awareness für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen schaffen

Berlin (ots) - - Welt-CED-Tag am 19. Mai - Motto "IBD Has No Borders" ruft auf, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) als eine weltweit auftretende Krankheit...

Arzneimittel gegen Bluthochdruck: Welches passt zu mir?

Berlin (ots) - Von A wie ACE-Hemmer bis Z wie Zentrale Sympathikus-Blocker: Es gibt eine Vielzahl an Präparaten gegen Bluthochdruck. Je nach Substanzklasse setzen...