Donnerstag, Januar 15, 2026

Corona-Krisenstab-Chef Breuer: „Maske jetzt nicht an den Nagel hängen“

Baierbrunn (ots) –

Generalmajor Carsten Breuer koordiniert im Kanzleramt die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Was er sich von der Bevölkerung wünscht, erklärt Breuer im Interview mit der Apotheken Umschau.

Wie viele Menschen in Deutschland hatte Carsten Breuer gehofft, dass die zweite Omikron-Welle an uns verbeigehen könnte. Ob der Generalmajor und Leiter des circa 30-köpfigen Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt damit gerechnet hat, dass es dann an manchen Tagen im März 300.000 Corona-Neuinfektionen geben würde? „Ich habe sehr deutlich geschluckt, als ich ein paar Wochen vorher von Experten erfahren habe, dass es in diese Richtung gehen wird“, sagt Breuer im Gespräch mit der Apotheken Umschau.

Mit Blick auf die aktuellen Lockerungen appelliert der Corona-Krisenstab-Chef an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Also: weiterhin Impfen, Masketragen, Abstandhalten. Breuer selbst wird weiterhin mit Maske einkaufen und mit Maske im Zug sitzen. „Weil ich mich damit selbst schütze und – wenn ich mich infiziert haben sollte – ich damit auch andere schütze. Ich kann nur jedem raten, die Maske jetzt nicht an den Nagel zu hängen, sondern sie weiterhin zu nutzen.“

Als oberster Corona-Krisenmanager ist Carsten Breuer mit vielen Aufgaben betraut: die Impfstoff- und Testlogistik verbessern, die Patientenverlegungen koordinieren, die Impfkampagne vorantreiben und die kritische Infrastruktur im Blick behalten. Ist er als General im Kanzleramt also der richtige für diesen Job? „Das müssen Sie andere fragen“, sagt Breuer lachend. „Aber wenn Sie darauf anspielen: Soldaten sind für Krisen ausgebildet. Wir sind krisenerprobt.“ Anfangs habe er fast täglich mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gesprochen. Heute findet mindestens einmal die Woche ein regelmäßiger Austausch zwischen ihm und dem Kanzler statt, im regelmäßigen Austausch ist er mit Gesundheitsminister Lauterbach.

Vor den Menschen an der Corona-Front hat Breuer „echt großen Respekt“. Die Pflegekräfte, Ärzte, die Mitarbeiter in Gesundheitsämtern und alle anderen Helfenden vor Ort seien – wie alle Menschen – pandemiemüde. „Trotzdem erlebe ich eine hohe Professionalität und einen ungebrochenen Willen, sich weiterhin mit vollem Einsatz dem Virus entgegenzustellen.“

Als größte Herausforderung sieht der Corona-Krisenstab-Chef die Vorbereitung auf den Herbst. „Dabei bleibt die Impfung unser schärfstes Schwert im Kampf gegen die nächste Welle der Pandemie.“ Möglichst jeder sollte sich jetzt impfen und vor allem auch boostern lassen, so Breuer. Hinsichtlich Infrastruktur sieht Carsten Breuer Deutschland gut aufgestellt: „Mit Arztpraxen und Impfzentren haben wir ein dichtes Netz an Impfstellen. Auch gerade die Apotheken sind ein wichtiger und niedrigschwelliger Baustein. Diesen Mix brauchen wir auch für den Herbst.“

Hier geht´s zum vollständigen Interview:

https://ots.de/exUGsQ

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
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Quelle: ots

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