Mittwoch, Januar 28, 2026

Corona-Krisenstab-Chef Breuer: „Maske jetzt nicht an den Nagel hängen“

Baierbrunn (ots) –

Generalmajor Carsten Breuer koordiniert im Kanzleramt die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Was er sich von der Bevölkerung wünscht, erklärt Breuer im Interview mit der Apotheken Umschau.

Wie viele Menschen in Deutschland hatte Carsten Breuer gehofft, dass die zweite Omikron-Welle an uns verbeigehen könnte. Ob der Generalmajor und Leiter des circa 30-köpfigen Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt damit gerechnet hat, dass es dann an manchen Tagen im März 300.000 Corona-Neuinfektionen geben würde? „Ich habe sehr deutlich geschluckt, als ich ein paar Wochen vorher von Experten erfahren habe, dass es in diese Richtung gehen wird“, sagt Breuer im Gespräch mit der Apotheken Umschau.

Mit Blick auf die aktuellen Lockerungen appelliert der Corona-Krisenstab-Chef an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Also: weiterhin Impfen, Masketragen, Abstandhalten. Breuer selbst wird weiterhin mit Maske einkaufen und mit Maske im Zug sitzen. „Weil ich mich damit selbst schütze und – wenn ich mich infiziert haben sollte – ich damit auch andere schütze. Ich kann nur jedem raten, die Maske jetzt nicht an den Nagel zu hängen, sondern sie weiterhin zu nutzen.“

Als oberster Corona-Krisenmanager ist Carsten Breuer mit vielen Aufgaben betraut: die Impfstoff- und Testlogistik verbessern, die Patientenverlegungen koordinieren, die Impfkampagne vorantreiben und die kritische Infrastruktur im Blick behalten. Ist er als General im Kanzleramt also der richtige für diesen Job? „Das müssen Sie andere fragen“, sagt Breuer lachend. „Aber wenn Sie darauf anspielen: Soldaten sind für Krisen ausgebildet. Wir sind krisenerprobt.“ Anfangs habe er fast täglich mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gesprochen. Heute findet mindestens einmal die Woche ein regelmäßiger Austausch zwischen ihm und dem Kanzler statt, im regelmäßigen Austausch ist er mit Gesundheitsminister Lauterbach.

Vor den Menschen an der Corona-Front hat Breuer „echt großen Respekt“. Die Pflegekräfte, Ärzte, die Mitarbeiter in Gesundheitsämtern und alle anderen Helfenden vor Ort seien – wie alle Menschen – pandemiemüde. „Trotzdem erlebe ich eine hohe Professionalität und einen ungebrochenen Willen, sich weiterhin mit vollem Einsatz dem Virus entgegenzustellen.“

Als größte Herausforderung sieht der Corona-Krisenstab-Chef die Vorbereitung auf den Herbst. „Dabei bleibt die Impfung unser schärfstes Schwert im Kampf gegen die nächste Welle der Pandemie.“ Möglichst jeder sollte sich jetzt impfen und vor allem auch boostern lassen, so Breuer. Hinsichtlich Infrastruktur sieht Carsten Breuer Deutschland gut aufgestellt: „Mit Arztpraxen und Impfzentren haben wir ein dichtes Netz an Impfstellen. Auch gerade die Apotheken sind ein wichtiger und niedrigschwelliger Baustein. Diesen Mix brauchen wir auch für den Herbst.“

Hier geht´s zum vollständigen Interview:

https://ots.de/exUGsQ

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/744 33-360
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de
https://www.facebook.com/wortundbildverlag
Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Wie viel Vitamin D pro Tag? 2.000 I.E. als Richtwert

Schwalbach am Taunus (ots) - TL;DR In den letzten 5 bis 10 Jahren zeigt sich, das für die...

Apotheken stärken, Versorgung sichern: Klare Signale aus NRW zum Jahresauftakt

Düsseldorf (ots) - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bekräftigt auf dem Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein seine Unterstützung für die...

Natürlich schön statt „schnell gemacht“: Dr. Hendrike Kampmann verrät, warum echte Ästhetik Zeit und ärztliche Planung braucht

Staufen (ots) - Ob müder Gesichtsausdruck, undefinierte Konturen oder der Wunsch nach mehr Leichtigkeit: Immer mehr Frauen...

Gibt es nicht im Onlineshop: Individuelle Hörsysteme vom Hörakustiker

Hannover (ots) - Gesundheitsinformationen sind heute nur einen Klick im Internet entfernt. Das gilt auch für alle...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Wie viel Vitamin D pro Tag? 2.000 I.E. als Richtwert

Schwalbach am Taunus (ots) - TL;DR In den letzten 5 bis 10 Jahren zeigt sich, das für die adäquate Versorgung mit Vitamin D 2000 IE...

Apotheken stärken, Versorgung sichern: Klare Signale aus NRW zum Jahresauftakt

Düsseldorf (ots) - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bekräftigt auf dem Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein seine Unterstützung für die Apothekerschaft Die Apothekerkammer Nordrhein hat am 26....

Natürlich schön statt „schnell gemacht“: Dr. Hendrike Kampmann verrät, warum echte Ästhetik Zeit und ärztliche Planung braucht

Staufen (ots) - Ob müder Gesichtsausdruck, undefinierte Konturen oder der Wunsch nach mehr Leichtigkeit: Immer mehr Frauen suchen nach dezenten, frischen Ergebnissen – doch...