Samstag, April 20, 2024

Brustkrebs: So kann die Medizin heute helfen / Immer mehr Patientinnen profitieren von Behandlungsformen, die so genau wie möglich an den Tumor angepasst werden

Baierbrunn (ots) –

Der erste Verdacht kommt vielleicht beim Tasten unter der Dusche: Seit wann ist da dieser Knubbel, diese harte Stelle in der Brust? Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Aber: Die Medizin hat den Brustkrebs inzwischen gut im Griff – und kann Patientinnen in den meisten Fällen eine Heilung in Aussicht stellen. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ zeigt, welche Therapien erfolgreich sein können.

Therapie hemmt Wachstum der Krebszelle

Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können in Deutschland alle zwei Jahre zur Mammographie gehen, einer Röntgenuntersuchung zur Früherkennung. Frauenärztinnen und Frauenärzte empfehlen Frauen zudem, selbst eine monatliche Tastuntersuchung vorzunehmen. Aber Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Heute lässt sich sehr genau bestimmen, um welche Art es sich handelt – zum Beispiel ob Hormone das Tumorwachstum anregen. Danach wird anschließend die Therapie ausgerichtet.

Wie unterschiedlich die Angriffspunkte bei der Krebstherapie heutzutage sind, zeigen die folgenden Therapieoptionen. So kann beispielsweise der Wachstumsrezeptor HER2 blockiert werden, der es der Krebszelle ermöglicht zu wachsen. Passgenaue Antikörper gegen den HER2-Rezeptor verhindern, dass die Wachstumsfaktoren weiter daran binden können – das Wachstum der Krebszelle wird gehemmt, und der Tumor kann sich nicht weiter ausbreiten.

Tarnung der Krebszelle auffliegen lassen

Krebszellen tarnen sich mit einem sogenannten Checkpoint. Dieser macht es der Immunzelle unmöglich anzugreifen. Eine weitere moderne Krebstherapie basiert nun aber darauf, im Rahmen einer Immuntherapie die Tarnung der Krebszelle auffliegen zu lassen. Auf diese Weise kann das Immunsystem in Aktion treten und die Krebszelle direkt angreifen und zerstören.

Manchmal wirkt aber auch die altbewährte Chemotherapie gegen einzelne Krebszellen am besten gegen den Brustkrebs. Krebszellen haben häufig einen bestimmten Rezeptor auf ihrer Oberfläche. Dieser sogenannte Trop2-Rezeptor kommt nur auf Krebszellen vor und kann ein aggressives Wachstum des Tumors fördern. Bei der Chemotherapie können passgenaue Antikörper diese Rezeptoren finden und daran binden. Werden diese Antikörper zusätzlich mit Zellgift beladen, kann dieses ganz gezielt auf die Krebszelle wirken – die Krebszelle wird von innen zerstört.

Zum Thema „Was brauchen Brustkrebs-Patientinnen?“ gibt es am 07. Oktober 2022 um 11:00 Uhr einen Live Talk auf dem Apotheken Umschau-Instagram-Kanal (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/) mit Prof. Pia Wülfing (Gründerin von PINK!). https://www.instagram.com/apotheken_umschau/

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10A/2022 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Apotheken.Umschau/) und Instagram (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/).

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/744 33-360
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de
https://www.facebook.com/wortundbildverlag
Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Fußball-EM: Englische Fußballmannschaft setzt auf Kooperation mit Zentralklinik Bad Berka

Bad Berka (ots) - Die englische Fußballnationalmannschaft kooperiert während der Fußball-EM mit der Zentralklinik Bad Berka. Mannschaftsarzt...

RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt stellt Geschäftsführung neu auf

Bad Neustadt a.d. Saale (ots) - Ab 1. Juni 2024 wird der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt von...

Till Sander übernimmt die Leitung der Asklepios Klinik Weißenfels, Hannah Gilles wechselt zum RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt

Weißenfels (ots) - Wechsel in der Geschäftsführung der Asklepios Klinik Weißenfels - Hannah Gilles, die die Klinik...

Akute Porphyrie: Seltene Ursachen für heftige, krampfartige Bauchschmerzen

München (ots) - Symptome wie heftige Bauchschmerzen, Müdigkeit oder Angstzustände schränken die Betroffenen enorm ein. Fehldiagnosen sind bei...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Fußball-EM: Englische Fußballmannschaft setzt auf Kooperation mit Zentralklinik Bad Berka

Bad Berka (ots) - Die englische Fußballnationalmannschaft kooperiert während der Fußball-EM mit der Zentralklinik Bad Berka. Mannschaftsarzt Dr. Mark Williams überzeugte sich bei einem...

RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt stellt Geschäftsführung neu auf

Bad Neustadt a.d. Saale (ots) - Ab 1. Juni 2024 wird der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt von einer Doppelspitze geführt. Dr. Stefan Stranz, Mitglied...

Till Sander übernimmt die Leitung der Asklepios Klinik Weißenfels, Hannah Gilles wechselt zum RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt

Weißenfels (ots) - Wechsel in der Geschäftsführung der Asklepios Klinik Weißenfels - Hannah Gilles, die die Klinik seit mehr als vier Jahren erfolgreich geleitet...