Sonntag, April 19, 2026

Bandscheibe: So werden Sie nach einem Vorfall wieder fit / Bewegung ist bei einem Bandscheibenvorfall die beste Medizin, sagen Experten. Was Betroffene noch tun können

Baierbrunn (ots) –

Gehäuft tritt ein Bandscheibenvorfall zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf – das typische Arbeitnehmeralter. Was oft übersehen wird: Auch familiäre Probleme, Sorgen und Stress können dem Rücken schaden. Denn ständiger Stress führt dazu, dass sich Muskeln verspannen oder verhärten. Was bei einem Bandscheibenvorfall zu tun ist, zeigt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Bewegung auf dem Crosstrainer ist ideal

Tatsächlich macht sich ein Bandscheibenvorfall erst so richtig bemerkbar, wenn dieser auf einen Nerv drückt, der zwischen zwei Wirbelkörpern aus dem Rückenmark austritt. Dies verursacht oft plötzlich auftretende Kreuzschmerzen, die in das Bein oder den Arm ausstrahlen und unter Belastung schlimmer werden können. Dann würden Betroffene am liebsten regungslos im Bett liegen bleiben – ein Fehler, betont Dr. Christian Sturm, Leiter der Abteilung Rehabilitative und Physikalische Medizin an der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Bewegung sei die beste Medizin, so Sturm, der auch als Buchautor und als „Bewegungs-Doc“ im NDR bekannt ist.

Schmerzt jede Bewegung, kann die Stufenlagerung die Wirbelsäule vorübergehend entlasten. Dabei werden die Beine im rechten Winkel hochgelagert. Manuelle Therapie, die mit physiotherapeutischen Griff- und Massagetechniken arbeitet, kann zudem helfen, verkrampfte Muskeln zu lockern. Durch Druck und sanfte Dehnungen wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessert. „Gut sind in der Akutphase Spaziergänge, in aufrechter Haltung mit geradem Oberkörper“, rät Sturm. Alles, was staucht und quetscht, ist erst mal ungünstig. Zu empfehlen sind Schwimmen, Nordic Walking und Bewegung auf dem Crosstrainer, auf dem sich die Belastung flexibel einstellen lässt. „Ein wirklich guter Einstieg und generell ideal, um die Wirbelsäule zu mobilisieren“, sagt Sturm.

Operation nur in Ausnahmefällen

Um nach einem Bandscheibenvorfall wieder auf die Beine zu kommen, sind Schmerzmittel eine wichtige Krücke. „Man sollte davor wirklich keine Scheu haben“, sagt Dr. Christian Sturm. Denn nicht nur Medikamente haben Nebenwirkungen, sondern langfristig auch der Schmerz selbst. „Die Medikamente sind dann ein Steigbügel, um wieder in den Sattel zu helfen“, so Sturm. Mittel der ersten Wahl sind herkömmliche Schmerzmedikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac. Sie wirken zudem entzündungshemmend.

Eine Operation zieht ein Bandscheibenvorfall nicht zwangsläufig nach sich. Nur wenn Lähmungen auftreten oder die Funktion von Blase und Darm oder die Potenz gestört sind, heißt die Antwort: auf jeden Fall. Doch auch wenn die Beschwerden nach sechs bis zwölf Wochen nicht zurückgehen, raten viele Fachleute zu einem Eingriff. Denn je länger die Schmerzen andauern, desto geringer ist die Chance, dass man wieder völlig schmerzfrei wird.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 12A/2024 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Apotheken.Umschau/), Instagram (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/) und YouTube (https://www.youtube.com/c/apothekenumschautv).

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