Mittwoch, April 15, 2026

Am 19. Mai ist Welt-CED-Tag: Schluss mit stillem Leiden – belastende Bowel Urgency muss Teil des Arztgesprächs sein

Bad Homburg (ots) –

– Am 19. Mai erinnert der „Welt-CED-Tag“ an den Leidensdruck von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
– Ein bisher häufig unterschätztes Symptom beider Erkrankungen ist Bowel Urgency – die plötzliche Notwendigkeit, eine Toilette aufzusuchen.[1,2]
– Für die Betroffenen ist Bowel Urgency das Symptom mit den größten Auswirkungen auf ihre Lebensqualität.[3]

Windeln und Einlagen als selbstverständliche Begleiter im Alltag

Bowel Urgency ist eines der zentralen Symptome sowohl bei Morbus Crohn als auch bei Colitis ulcerosa. In schweren Fällen bleibt aufgrund des plötzlichen Stuhldrangs nur wenige Minuten Zeit, um eine Toilette aufzusuchen. Die Auswirkungen auf den Alltag können schwerwiegend sein: Aus Angst vor einem „Unfall“ trägt rund ein Drittel der Betroffenen mindestens einmal pro Woche Windeln, Einlagen oder einen anderen Wäscheschutz, wie Umfragen ergaben.[1,2]

Bowel Urgency beeinträchtigt die Lebensqualität

Der Leidensdruck durch das Symptom ist oft besonders hoch und wird doch unterschätzt. Aus einer Studie geht hervor, dass Bowel Urgency für die Mehrheit der Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa die größte Auswirkung auf die Lebensqualität hat – also stärkere Einschränkungen mit sich bringt als etwa Durchfall, Bauchschmerzen oder der chronische Erschöpfungszustand Fatigue. Ebenfalls befragte Ärztinnen und Ärzte stuften Bowel Urgency als deutlich weniger beeinträchtigend ein und unterschätzten somit den Stellenwert des Symptoms für die Lebensqualität der Betroffenen.[3]

Scham überwinden – Bowel Urgency im Arztgespräch

So ist Bowel Urgency häufig – oft auch aus Scham – kein selbstverständliches Thema beim Arztbesuch. Dies ergab eine Umfrage unter Patientinnen und Patienten mit Colitis ulcerosa.[1]

Ein Umstand, der geändert werden sollte, sagt Dr. Stefan Schubert, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Berlin:

„Für uns Gastroenterologinnen und Gastroenterologen gehört das Thema Bowel Urgency – so wie alle Themen rund um die Ausscheidungen des menschlichen Körpers – zur täglichen Arbeit und sollte überhaupt kein Tabu-Thema sein. Wir wissen aber, dass viele Patientinnen und Patienten das Thema nicht freizügig und von sich aus ansprechen. Daher ist es unsere Pflicht, das zu tun und dabei möglichst auch individuelle Bedürfnisse und kulturelle Hintergründe im Umgang mit solchen Themen zu beachten. Schließlich haben wir inzwischen hoch wirksame Therapieoptionen, die hier helfen können.“

Schluss mit stillem Leiden: Wer an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt ist und unter Bowel Urgency leidet, sollte aktiv das Gespräch mit der Fachärztin oder dem Facharzt suchen.

Wie dieses Gespräch gelingt, erfahren Betroffene in einem gut strukturierten, praxisnahen Gesprächsleitfaden, der von Lilly in Zusammenarbeit mit der European Federation of Crohn’s & Ulcerative Colitis Associations (EFCCA) entwickelt wurde und der kostenlos zum Download bereitsteht: https://e.lilly/3Uthd6h.

Referenzen

1. Travis, Simon et al.: The Communicating Needs and Features of IBD Experiences (CONFIDE) Study: US and European Patient and Health Care Professional Perceptions of the Experience and Impact of Symptoms of Moderate-to-Severe Ulcerative Colitis, Inflammatory Bowel Diseases 2024; 30(6): 939-949. https://doi.org/10.1093/ibd/izad142

2. Schreiber, Stefan et al.: Patient and Health Care Professional Perceptions of the Experience and Impact of Symptoms of Moderate-to-Severe Crohn’s Disease in US and Europe: Results from the Cross-Sectional CONFIDE Study, Digestive Diseases and Sciences 2024; 69(7): 2333 – 2344. https://doi.org/10.1007/s10620-024-08434-5

3. Rubin David T. et al.: International Perspectives on Management of Inflammatory Bowel Disease: Opinion Differences and Similarities Between Patients and Physicians From the IBD GAPPS Survey, Inflammatory Bowel Diseases 2021; 27(12): 1942-1953. https://doi.org/10.1093/ibd/izab006

Mit freundlicher Unterstützung von:

Lilly Deutschland GmbH

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Quelle: ots

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