Freitag, Januar 30, 2026

Alkohol: Schluss mit Gesundheitsrisiko und Sexkiller / Höchste Zeit, dass ein neues Bewusstsein die deutsche Trinkkultur verändert / Denn trocken bleiben lohnt sich – körperlich, seelisch und sozial

Baierbrunn (ots) –

Ein Bier ist kein Bier? Dieser Spruch ist veraltet. Als risikofrei gilt heute nur noch alkoholfreies Bier. Doch nach wie vor wird in Deutschland zu viel Alkohol getrunken. Warum es höchste Zeit für ein neues Bewusstsein ist, zeigt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Jeder Tropfen Alkohol schadet

Nur wenige Menschen in Europa trinken mehr Alkohol als die Deutschen, nämlich 10,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr und Kopf bei den Erwachsenen. Doch es gibt eine Bewegung, die in der Statistik zwar noch untergeht, aber dafür im echten Leben zunehmend sichtbar wird. Die Menschen zelebrieren alkoholfreie Monate wie den „Dry January“ oder den „Sober October“, immer mehr Bars bieten Drinks ohne Alkohol an, alkoholfreies Bier erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Was man heute weiß: Jeder Tropfen Alkohol schadet dem Körper, es gibt keinen Grenzwert. Jeweils ein kleines Glas für Frauen, ein großes für Männer an wenigen Tagen der Woche sind okay? „Das ist vorbei“, sagt Christina Rummel von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm. Zwischen Männern und Frauen wird kein Unterschied mehr gemacht. Und als zumindest risikoarmen Konsum betrachtet die Medizin jetzt ein bis zwei kleine Flaschen Bier oder sehr kleine Gläser Wein, und zwar pro Woche. Risikofrei aber sind auch diese Mengen nicht.

Alkoholabhängigkeit entwickelt sich schleichend

Hintergrund sind neue Erkenntnisse zu Alkohol und Gesundheitsrisiken. So bekommt, wer viel und lange trinkt, fast sicher eine Fettleber, die sich zu einer Zirrhose entwickeln kann. Gefährlich fürs Herz: Alkohol erhöht oft den Blutdruck – und kann so auch Herz und Blutgefäße schädigen. Auch das Gehirn leidet: Regelmäßiger Konsum und Rauschtrinken stören die Konzentration und erhöhen das Risiko für Demenzerkrankungen. Wenig beachtet, aber doch leidend: die Bauchspeicheldrüse. Ein regelmäßiger Alkoholkonsum kann zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse führen. Und: Alkohol ist schlecht fürs Liebesleben. Ab 0,5 Promille killt Alkohol den Sex – nicht nur bei Männern, denen langfristig Impotenz droht. Auch die weibliche Libido leidet.

Nicht nur der Körper, sondern auch die Seele nimmt Schaden. Starke Emotionen wie die Freue über einen Erfolg oder großer Ärger mit den Vorgesetzten sind für manche Menschen mit dem Konsum von Alkohol verknüpft. Ist das schon eine Form von Abhängigkeit? „Eine Alkoholabhängigkeit entwickelt sich langsam, schleichend, viel schleichender als etwa bei Heroin oder Cannabis“, sagt Prof. Dr. Rainer Spanagel, wissenschaftlicher Direktor und Suchtexperte am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Was also tun? Wir müssen selbst entscheiden, und das hat ja durchaus Vorteile, schreibt die „Apotheken Umschau“. Denn man muss nicht warten, jeder von uns kann heute damit anfangen, seinen Alkoholkonsum zu überdenken. Für mehr Gesundheit, und für mehr Lebensenergie. Energie, die länger hält als jeder Rausch.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 12A/2025 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Apotheken.Umschau/), Instagram (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/) und YouTube (https://www.youtube.com/c/apothekenumschautv).

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