Freitag, Oktober 30, 2026

Orthopädie-Apps: Wie sie davon profitieren können

Baierbrunn (ots) –

Alleine mit dem Smartphone zu trainieren kann funktionieren, zumal inzwischen viele Apps digitale Anleitungen für orthopädische Übungen zu Hause bieten. Was bei dem Einsatz dieser digitalen Anwendungen allerdings zu beachten ist, erklärt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Nur mit individueller Beratung anwenden

Apps sind eine gute Möglichkeit, den Patientinnen und Patienten ausführliche Anleitungen an die Hand zu geben. Die digitalen Angebote haben zudem den Vorteil, dass sie jederzeit und überall verfügbar sind. Auch Wartezeiten auf einen Termin bei der Krankengymnastik lassen sich damit überbrücken, sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegenspricht. Inzwischen können Ärztinnen und Ärzte sogar einige orthopädische Apps auf Rezept verschreiben. Als sogenannte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) unterliegen sie strengen Kontrollen, was Wirksamkeit und Sicherheit betrifft. Ein wichtiges Kriterium dabei ist, ob sich die App an die persönlichen Bedürfnisse anpassen lässt.

Ohne individuelle Beratung sollten derartige Apps aber nicht angewendet werden, warnte Orthopäde Dr. Burkhard Lembeck im Rahmen des letztjährigen Deutschen Kongresses für Orthopädie und Umfallchirurgie (DKOU). Vor allem den Einsatz von DiGAs bemängelt er: Manche seien teurer als 15 Monate Facharztbesuch mit individueller Beratung, so Lembeck. Für das Geld erhalte man alternativ elf Sitzungen Krankengymnastik, bei der man persönlich behandelt werde. Bei aller Kritik sieht der Orthopäde auch die Chance von Apps – aber nur unter einer Voraussetzung: „Gesundheits-Apps sind gut, wenn die orthopädische, individuelle Fachberatung aktiv integriert ist.“

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10A/2022 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Apotheken.Umschau/) und Instagram (https://www.instagram.com/apotheken_umschau/).

Pressekontakt:
Katharina Neff-Neudert
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Quelle: ots

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