Samstag, Oktober 17, 2026

Apotheken sind kompetent bei Früherkennung und Therapiebegleitung von Bluthochdruck / Fortbildungskongress pharmacon

Schladming (ots) –

Apotheken können sich bei der Früherkennung von Bluthochdruck und der Begleitung der ärztlichen Therapie noch stärker einbringen als bisher. „Die Apotheken bieten ein niedrigschwelliges Angebot, um Risikofaktoren zu erkennen und zur Arzneimitteltherapie zu beraten. Wir können zudem zu Lebensstiländerungen und Selbstmessungen informieren. Ich wünsche mir, dass Patientinnen und Patienten das noch stärker nutzen als bislang“, sagte Dr. Katja Renner, angestellte Apothekerin aus Heinsberg, beim Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer.

Renner: „Täglich berate ich Patientinnen und Patienten zu ihrer Blutdrucktherapie. Bei dieser häufig lebenslangen Therapie sollte aus Patientensicht alles stimmen – denn sonst nehmen Patientinnen und Patienten ihre Arzneimittel nicht wie vorgesehen ein. Vergesslichkeit ist nur einer von vielen Gründen für eine geringe Therapietreue. Manche meiner Patienten meinen zum Beispiel, dass sie bei einem gut eingestellten Blutdruck mit der Medikamenteneinnahme pausieren könnten. Entwässerungstabletten wiederum werden von Menschen, die tagsüber unterwegs sind, oft absichtlich nicht eingenommen – weil dann nicht jederzeit eine Toilette erreichbar ist. Apothekerinnen und Apotheker können durch Information und Beratung die Therapietreue individuell oft erhöhen.“

Im Rahmen der Früherkennung können Apotheken zukünftig verstärkt dazu beitragen, bislang nicht diagnostizierte Bluthochdruckpatienten zu erkennen und an einen Arzt oder eine Ärztin zu verweisen. Bereits seit 2022 gibt es eine pharmazeutische Dienstleistung zur Risikoerfassung von Bluthochdruckpatienten. In diesem Rahmen können Apothekenteams allen Patientinnen und Patienten, die bereits Blutdrucksenker verordnet bekommen, Messungen der Blutdruckwerte anbieten. Das Ziel ist, Abweichungen der Zielwerte unter einer Therapie und deren Ursachen zu entdecken.

Bluthochdruck liegt vor, wenn die Blutdruckwerte höher sind als 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäule, abgekürzt als „mmHg“. Als Zielwert einer guten Therapie nannte Renner die Werte niedriger als 130 zu 80 mmHg. Es ist eine Vielzahl verschiedener blutdrucksenkender Arzneimittel verfügbar, die bevorzugt in Kombinationen verordnet werden. Alle Blutdrucksenker sind verschreibungspflichtig.

Mehr Informationen auf www.abda.de

Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, [email protected]
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134,
[email protected]
Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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