Sonntag, August 31, 2025

Augenärzte warnen: Der Klimawandel bedroht Augen und Sehvermögen / Auf dem DOC Kongress in Nürnberg diskutieren 6.500 Augenärzte über neue Therapien und Möglichkeiten, seine Augen zu schützen

Nürnberg (ots) –

Mehr Sonne, mehr Kunstlicht, mehr Risiko: „Die Zunahme der UV-Strahlung und des blauen Anteils im sichtbaren Licht können unseren Augen schaden“, warnt Augenarzt Dr. Armin Scharrer, Präsident des großen DOC-Augenchirurgen-Kongresses, der am Donnerstag, 15.5.2025, in Nürnberg beginnt. „Dadurch erhöht sich das Risiko für Erkrankungen wie den Grauen Star und Netzhautschäden.“

Laut Dr. Scharrer habe die Belastung durch UV-A und UV-B-Strahlen in den letzten 30 Jahren durch den Klimawandel um bis zu 20 Prozent zugenommen. Das könne sowohl die Eiweißstrukturen der Augenlinse schädigen als auch die Zellen der Netzhaut angreifen. Daneben gebe es Hinweise darauf, dass auch der Blauanteil des Tageslichts und möglicherweise auch das blaue Licht aus LED-Lampen sowie PC- und Laptop-Monitoren langfristig die Linsen trüben oder eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) fördern könne.

Auf dem Nürnberger DOC-Kongress diskutieren 6.500 Augenärzte aus der ganzen Welt u.a. über neue Behandlungsmethoden dieser Augenkrankheiten. Doch es gibt auch Schutz vor UV-Strahlung. Dr. Scharrer rät, bei schönem Wetter so oft wie möglich eine Sonnenbrille zu tragen. Wichtig sei dabei, dass die Gläser mindestens über eine CE-Kennzeichnung, besser noch über einen sogenannten UV-400-Schutz verfügen. Gegen blaues Licht könnten Brillen und Kontaktlinsen mit zusätzlichen Blaulichtfiltern helfen. Sinnvoll seien zudem regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt, der über geeignete Schutzmaßnahmen individuell berät.

Außerdem werden auf dem Augenarzt-Kongress moderne OP-Methoden und neue Linsen vorgestellt, die bei der Operation des Grauen Stars eingepflanzt werden und danach ein Leben ohne Fern- und Lesebrille ermöglichen. Dr. Scharrer: „Sie wirken so ähnlich wie eine implantierbare Gleitsichtbrille und stellen einen wirklichen Fortschritt dar.“

Pressekontakt:
DOC Deutsche Gesellschaft für Ophthalmochirurgie e.V.,
Margit Kraussold,
email: [email protected]
Tel.: 0911 24 27 877
mobil: 0171 452 05 09Ausführliche Pressetexte mit weiteren detaillierten Informationen zu diesen Themen, zahlreiche honorarfreie Pressefotos sowie Patienten-Beispiele mit Text und Foto stehen Ihnen zum kostenlosen Download im Pressebereich der DOC-Homepage zur Verfügung:
https://www.doc-nuernberg.de/presse.php
Original-Content von: DOC Deutsche Gesellschaft für Ophthalmochirurgie e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

Welt-CLL-Tag und Welt-Blutkrebsmonat: Engagement für eine bessere Zukunft der Patient:innen

Hamburg (ots) - Der 1. September ist Welttag der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und markiert den Auftakt...

Aktionstag Saubere Hände

Bad Berka (ots) - Mehrere hundert Mitarbeitende aus dem Pflegebereich und dem ärztlichen Dienst, zudem auch zahlreiche...

Transatlantisches Handelsabkommen: Vorläufig 15-Prozent-Höchstsatz und Generika zum MFN-Satz – rechtliche Unsicherheit bleibt

Berlin (ots) - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) sieht in den jüngsten Entwicklungen des transatlantischen...

Wachstum von mehr als 600 Prozent: Ältere Menschen entdecken Cannabis als Medizin

Leipzig (ots) - Starkes Wachstum bei Patient:innen ab 55 Jahren: Nachfrage nach medizinischem Cannabis steigt seit Teillegalisierung...

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

Welt-CLL-Tag und Welt-Blutkrebsmonat: Engagement für eine bessere Zukunft der Patient:innen

Hamburg (ots) - Der 1. September ist Welttag der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und markiert den Auftakt zum Welt-Blutkrebsmonat September. Der richtige Zeitpunkt, um...

Aktionstag Saubere Hände

Bad Berka (ots) - Mehrere hundert Mitarbeitende aus dem Pflegebereich und dem ärztlichen Dienst, zudem auch zahlreiche Patienten und Besucher, besuchten am 28. August...

Transatlantisches Handelsabkommen: Vorläufig 15-Prozent-Höchstsatz und Generika zum MFN-Satz – rechtliche Unsicherheit bleibt

Berlin (ots) - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) sieht in den jüngsten Entwicklungen des transatlantischen Handelsabkommens eine leichte Entspannung gegenüber den ursprünglich...