Sonntag, Dezember 14, 2025

10.000 Schritte am Tag: Was die Methode wirklich bringt

Baierbrunn (ots) –

Bewegung ist gesund, klar. Aber was hat es mit den 10.000 Schritten auf sich, die man angeblich pro Tag zurücklegen sollte? Ist diese Schrittzahl wirklich so relevant für die Fitness? Warum auch schon weniger Schritte viel bringen, erklärt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Schon ein kleines Bewegungsplus lohnt sich

Die Idee mit den 10.000 Schritten stammt ursprünglich aus Japan. Eine Fitnessfirma brachte anlässlich der Olympischen Spiele 1964 den ersten mobilen Schrittzähler auf den Markt, und diese Schrittzahl gab der Hersteller damals als besonders gesund an, jedoch ohne Angabe von wissenschaftlichen Studien. Die willkürlich festgelegte Grenze wurde später selbst von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als allgemeingültige Empfehlung angesehen. In den vergangenen Jahren stellten viele Studien allerdings die Schritte-Regel infrage.

„10.000 Schritte täglich müssen es nicht sein, aber jeder Schritt mehr, den Sie zurücklegen, tut Ihrer Gesundheit gut“, erklärt Prof. Dr. Christine Joisten, Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatz Sportmedizin am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule Köln. Tatsächlich zeigte eine Untersuchung von 2023 mit Daten von fast 227.000 Menschen: Schon mit knapp 4.000 Schritten senkt man offenbar das Risiko eines vorzeitigen Todes. Schon ein kleines Plus zum bisherigen Bewegungspensum rechnet sich, so die Studie: 500 Schritte mehr am Tag senkt demnach das Sterblichkeitsrisiko um sieben Prozent, 1.000 oder mehr Schritte sogar um 15 Prozent. Bei Menschen, die bisher wenig auf den Beinen sind, ist der Effekt umso größer.

Bewegung unabhängig von Schrittzahl

An fünf Tagen pro Woche sich für jeweils 30 bis 60 Minuten auf moderate Weise bewegen: Das rät Christine Joisten und beruft sich dabei auf die WHO-Empfehlung von mindestens 150 Minuten Sport pro Woche. Das sei unabhängig von der Schrittzahl, so die Sportmedizinerin. Generell spiele es keine Rolle, welche Art von Bewegung ausgeübt werde. Jede körperliche Aktivität wirke sich positiv auf die Lebensdauer aus. Grundregel: „Immer erst die Dauer des Trainings erhöhen, danach die Intensität“, so Joisten.

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Quelle: ots

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