Mittwoch, Januar 21, 2026

Viele dunkle Winterwochen: Wann ein Vitamin-D-Mangel für Probleme sorgen kann / Wer ein erhöhtes Risiko hat und was man tun kann – Tipps aus der Apotheke

Düsseldorf (ots) –

„Vitamin D ist entscheidend für die Knochengesundheit. Es reguliert den Stoffwechsel und steuert den Einbau und die Freisetzung von Calcium in den Knochen“, erklärt Kathrin Luboldt, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Nordrhein. Doch das Vitamin kann noch mehr. „Es stärkt das angeborene Immunsystem und hilft Erreger abzuwehren.“ Das bestätigt auch die Statistik. Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel sind anfälliger für Infekte wie Erkältungen.

In der Regel bildet der Körper in der Haut einen Großteil des Vitamins mithilfe von Sonnenlicht, genauer mit der UV-B-Strahlung. Dabei ist ein Aufenthalt im Freien notwendig. Selbst helle Innenräume reichen dafür nicht aus. Der UV-B-Anteil des Sonnenlichts kann nicht durch das Glas der Fensterscheiben dringen. Die Ernährung trägt nur einen relativ geringen Anteil zur Versorgung mit Vitamin D bei.

Auf einen weiteren Zusammenhang weisen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg hin. Sie haben errechnet, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin D bei Menschen über 50 Jahren möglicherweise bis zu 30.000 Krebstodesfälle in Deutschland pro Jahr verhindern könnte.

Bestimme Personengruppen besitzen ein höheres Risiko, an einem Vitamin-D-Mangel zu leiden. Hierzu zählen unter anderen Menschen, die sich selten im Freien aufhalten. „Aber auch bei älteren Personen oder bei chronischen Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen steigt das Risiko“, erklärt Kathrin Luboldt. Zudem beeinträchtigen einige Medikamente wie Antiepileptika oder bestimmte Krebsmittel den Vitamin D-Stoffwechsel. Tipp der Apothekerin aus Dinslaken: „Diese Gruppen lassen ihren Vitamin-D-Status am besten regelmäßig überprüfen und ergänzen in Absprache mit dem Arzt das Vitamin gezielt.“

Wann wirklich ein Mangel vorliegt, lasse sich leider nicht immer eindeutig sagen. Der Vitamin-D-Serumspiegel unterliegen starken saisonalen Schwankungen. „Wird bei der einmaligen Untersuchung des Vitamin-D-Status ein niedriger Wert gemessen, muss dies nicht zwingend bedeuten, dass bereits ein langfristiger Vitamin-D-Mangel und damit klinische Symptome vorliegen oder auftreten werden.“

Generell reicht es aus, sich in der warmen Jahreszeit zwei- bis dreimal pro Woche für etwa eine Viertelstunde bei Sonnenschein im Freien aufzuhalten, um die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen sollten für diese Zeitspanne unbedeckt und ohne Sonnenschutz sein. „Im Winter kann der Körper dann auf die Reserven zurückgreifen, die im Sommer aufgebaut wurden“, erklärt die Kammer-Vizepräsidentin.

Bei Bedarf gibt es in der Apotheke vor Ort Präparate, die Vitamin-D enthalten. Oft enthalten sie, gerade wenn es um die Unterstützung gesunder Knochen geht, noch weitere Inhaltsstoffe. An erster Stelle steht Calcium. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K unterstützt den Knochenstoffwechsel. Viele Produkte enthalten auch Mangan, Zink, Kupfer oder Vitamin C. Die Teams in den Apotheken beraten zur passenden Dosierung und der richtigen Einnahme.

Pressekontakt:
Jens A. Krömer
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Apothekerkammer Nordrhein
Poststr. 4
40213 Düsseldorf
Tel: 0211 8388119
[email protected]
Original-Content von: Apothekerkammer Nordrhein, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

Mehr vom Autor

BPI begrüßt EU-Parlaments-Votum: Critical Medicines Act kann zum industriepolitischen Hebel werden

Berlin (ots) - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) begrüßt, dass das EU-Parlament mit seiner heutigen...

Frauenherzen schlagen anders. Zeit zu handeln. / Bundesweiter #GoRed-Aktionstag: Freitag, 6. Februar 2026

Berlin (ots) - Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Trotzdem werden die Warnzeichen dafür noch immer...

3,2 Millionen Anträge, eine Strukturreform und mehr Transparenz: Teilhabeverfahrensbericht 2025 veröffentlicht

Frankfurt am Main (ots) - Der Teilhabeverfahrensbericht (THVB) 2025 der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) legt für...

Apotheken für Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nutzen / Fortbildungskongress pharmacon

Schladming (ots) - Das Potential der Apotheken sollte bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch stärker genutzt werden....

Ähnliche Artikel

Advertismentspot_img

Neueste Beiträge

BPI begrüßt EU-Parlaments-Votum: Critical Medicines Act kann zum industriepolitischen Hebel werden

Berlin (ots) - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) begrüßt, dass das EU-Parlament mit seiner heutigen Abstimmung zum Critical Medicines Act (CMA) den...

Frauenherzen schlagen anders. Zeit zu handeln. / Bundesweiter #GoRed-Aktionstag: Freitag, 6. Februar 2026

Berlin (ots) - Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Trotzdem werden die Warnzeichen dafür noch immer zu spät erkannt, Risiken unterschätzt und Prävention...

3,2 Millionen Anträge, eine Strukturreform und mehr Transparenz: Teilhabeverfahrensbericht 2025 veröffentlicht

Frankfurt am Main (ots) - Der Teilhabeverfahrensbericht (THVB) 2025 der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) legt für das Berichtsjahr 2024 umfassende Kennzahlen zum Reha-...