Freitag, Januar 16, 2026

E-Zigaretten: 5 Dinge, die Sie übers Vapen wissen sollten

Baierbrunn (ots) –

E-Zigaretten sind besonders bei jungen Menschen beliebt. Aber auch Ältere inhalieren den Dampf, der vermeintlich gesünder ist als Tabakrauch. Warum das ein gefährlicher Trugschluss ist? Die fünf wichtigsten Fragen rund ums Vapen, so der umgangssprachliche Ausdruck für das Verwenden einer elektronischen Zigarette, beantwortet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Sind E-Zigaretten harmloser als Tabak-Zigaretten? Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht alle erforscht. E-Zigaretten sind erst seit rund 15 Jahren auf dem Markt. Der Verdacht erhärtet sich aber, dass Vapen akute Lungenschäden verursachen kann. Die Verwendung von E-Zigaretten scheint ähnlich wie Rauchen das Risiko für Herzleiden, Schlaganfall und für das metabolische Syndrom zu erhöhen. Die Gefahr für Lungenerkrankung COPD, für Asthma sowie für Erkrankungen im Mundraum wird beim Vapen derzeit als geringer angesehen als bei normalen Zigaretten.

Kein Tabak – also weniger Schadstoffe? Der Dampf von E-Zigaretten enthält nach derzeitigem Wissensstand weniger gesundheitsschädliche Stoffe als Zigarettenrauch. Allerdings womöglich nur, weil man viele Gifte noch gar nicht kennt und folglich nicht finden kann.

Ist Passiv-Vapen schädlich? Alles deutet darauf hin, wenn auch das Ausmaß der Gefahr noch unbekannt ist. Insbesondere Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit chronischen Atemwegs- und Lungenproblemen sollte man schützen und in ihrem Umfeld nicht dampfen, so die Empfehlung des Deutschen Krebsforschungszentrums. Bislang ist es aber so, dass Risikogruppen sich selbst schützen müssen. Der Konsum von E-Zigaretten ist nur in öffentlichen Einrichtungen sowie im Nah- und Fernverkehr verboten. In vielen Nichtraucherbereichen darf gedampft werden.

Was kostet Vapen? Für 6 bis 10 Euro bekommt man etwa 600 Züge aus einer Einweg-Vape. „Das reicht Jugendlichen locker für ein ganzes Wochenende“, ordnet Präventionsforscherin Prof. D. Sabina Ulbricht von der Universität Greifswald ein. Während die Preise für Zigaretten in den vergangenen Jahren gestiegen sind, sind Vapes sehr günstig. Und genau darin sehen viele Expertinnen und Experten hinsichtlich des Jugendschutzes eine Gefahr.

Machen Vapes weniger süchtig als Zigaretten? Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Nikotin hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial. Der Nikotingehalt in E-Zigaretten ist unterschiedlich, es gibt nikotinfreie und welche mit 20 mg/ml, der gesetzlich festgelegten Maximalkonzentration. Damit sind diese Produkte ähnlich suchterzeugend wie Zigaretten, denn Vapes geben Nikotin genauso effektiv ab. Von normalen Zigaretten weiß man: Mitunter reicht schon eine einzige, um abhängig zu werden. Zusätzlich stehen bei den E-Zigaretten Substanzen in den Liquids unter Verdacht, das Suchtpotenzial zu steigern, weil durch sie Nikotin besser aufgenommen werden kann.

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