Montag, Februar 2, 2026

Europäische Antibiotikawoche / Bewusstsein schaffen – Resistenzen entschärfen – Alternativen finden

Eschborn (ots) –

Husten, Schnupfen, Kopf dicht? Erkältungen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Viele Betroffene fragen dann beim Arzt direkt nach Antibiotika, in der Hoffnung, so schneller wieder fit zu werden. Doch das ist ein Irrglaube, denn Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und sind daher zum Beispiel bei den durch Viren verursachten Erkältungen wirkungslos. Und der Preis für unnötige Antibiotikagaben ist hoch: Immer mehr Bakterien werden resistent, die Medikamente verlieren ihre Wirksamkeit. Davor warnen Experten im Rahmen der Europäischen Antibiotikawoche im November 2025. „Trotz der besorgniserregenden Situation ist der Antibiotikaverbrauch im Vergleich zur Corona-Zeit wieder gestiegen“, erklärte Prof. Andreas Michalsen, Berlin. „Um unnötige Resistenzentwicklungen zu vermeiden, ist es sinnvoll bei leichten Infektionen auf gut erforschte pflanzliche Alternativen zu setzen“, ergänzte Prof. Robert Fürst, München, in seinem Vortrag. So kann zum Beispiel bei einfachen Erkältungen oder auch Blasenentzündungen eine einzigartige Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich (ANGOCIN® Anti-Infekt N) zum Einsatz kommen. Sie wirkt 3-fach: entzündungshemmend [1-6], gegen Viren [7-9] und Bakterien [10-12].

Antibiotika am Limit

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Antibiotikaresistenzen zu den größten globalen Gesundheitsgefahren. Bereits rund 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen mit resistenten Keimen. Bis 2050 könnte diese Zahl auf 39 Millionen jährlich ansteigen [13]. Routineeingriffe wie Kaiserschnitte können ohne wirksame Antibiotika lebensgefährlich werden [14]. Nicht nur die Resistenzentwicklung schreitet voran, auch das sensible Gleichgewicht unseres Mikrobioms im Darm kann durch häufige Antibiotikatherapien gestört werden. Viele Patienten berichten nach wiederholten Behandlungen über Verdauungsbeschwerden, Pilzinfektionen oder ein geschwächtes Immunsystem – Beschwerden, die den Alltag und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen können. Hinzu kommt, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen und bei durch Viren verursachten Infektionen wie Erkältungen oder Grippe wirkungslos sind.

Pflanzenduo mit Dreifachwirkung

Es gibt jedoch vielversprechende Alternativen, die nicht nur entzündungshemmend wirken, sondern auch gegen Viren und Bakterien helfen. So kann zum Beispiel die Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in ANGOCIN® Anti-Infekt N bei Atemwegsinfektionen wie Sinusitis und Bronchitis wirkungsvoll zum Einsatz kommen. Die Beschwerden bessern sich und die Erreger werden bekämpft. Außerdem kann möglichen bakteriellen Zweitinfektionen entgegengewirkt werden, die auftreten können, wenn der Körper durch den Virenangriff bereits geschwächt ist. Eine aktuelle Analyse von Patientendaten [15] zur Bronchitis-Behandlung zeigt zum Beispiel: Die Verordnung des pflanzlichen Arzneimittels aus Kapuzinerkresse und Meerrettich bei der Erst-Diagnose kann im Vergleich zu anderen Behandlungsmöglichkeiten das Risiko für eine erneute akute Bronchitis oder die Entwicklung einer chronischen Bronchitis deutlich senken. Außerdem werden im weiteren Verlauf auch weniger Folge-Antibiotika verordnet.

Wirksame Hilfe bei Blasenentzündungen und weniger Rückfälle

„Auch bei den meist durch Bakterien verursachten Blasenentzündungen machen zunehmende Antibiotika-Resistenzen ein Umdenken in der Behandlung nötig“, betonte der Urologe Prof. Andreas Wiedemann aus Witten in seinem Vortrag. Dementsprechend empfehlen auch die Leitlinien für Ärzte, bei unkomplizierten Blasenentzündungen nach Rücksprache mit dem Patienten möglichst auf nicht-antibiotische Therapien zu setzen [16]. In der Apotheke stehen hier wirksame pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung, die bei frühzeitiger Verwendung häufig die Notwendigkeit eines Antibiotikums vermeiden können. Studien zeigen, dass das einzigartige Pflanzenduo aus Kapuzinerkresse und Meerrettich bei akuten Blasenentzündungen ähnlich wirksam ist wie die Antibiotikatherapie, dabei aber deutlich besser vertragen wird [17,18]. Die enthaltenen Senföle wirken entzündungshemmend und gegen Bakterien. Sie verhindern deren Anheftung an die Zellen der Blaseninnenwand und bekämpfen sogenannte Biofilme [5,6,19-23]. Das sind Schutzschichten, die häufig für wiederkehrende Infektionen der Harnwege und Resistenzentwicklungen verantwortlich gemacht werden. Dementsprechend reduziert das Pflanzenduo einer Studie zufolge bei längerfristiger Einnahme das Risiko für eine erneute Blasenentzündung um etwa 50 Prozent [24]. Dies zeigt auch eine aktuelle Analyse von Verordnungsdaten aus deutschen Arztpraxen [25]: Bei Verschreibung der Pflanzenkombination treten im Vergleich zur Antibiotikatherapie deutlich weniger Rückfälle auf und auch die Zahl an Folgeantibiotika-Verordnungen ist signifikant geringer.

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Redaktioneller Hinweis: geschlechtsneutrale Formulierung

Ausschließlich zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Pressemeldung auf die geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Alle personenbezogenen Formulierungen in diesem Text sind somit geschlechtsneutral zu interpretieren.

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ANGOCIN® Anti-Infekt N

Anwendungsgebiete: Zur Besserung der Beschwerden bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen und ableitenden Harnwege. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Stand 02/20.

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Literatur:

1. Herz C. et al. Evaluation of an aqueous extract from horseradish root (Armoracia rusticana radix) against lipopolysaccharide-induced cellular inflammation reaction. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, Volume 2017, Article ID 1950692 (2017)
2. Boyanapalli S.S. et al. Nrf2 knockout attenuates the anti-Inflammatory effects of phenethylisothiocyanate and curcumin. Chem. Res. Toxicol., 27 (12), pp 2036-2043 (2014)
3. Cheung K.L. et al. Synergistic effect of combination of phenethylisothiocyanate and sulforaphane or curcumin and sulforaphane in the inhibition of inflammation. Pharmaceutical Research, Volume 26, Issue 1, pp 224-231(2009)
4. Tran H.T.T. et al. Nasturtium (Indian cress, Tropaeolum majus nanum) dually blocks the COX an LOX pathway in primary human immune cells. Phytomedicine 23: 611-620 (2016)
5. Márton M.R. et al. Determination of bioactive, free isothiocyanates from a glucosinolate-containing phytotherapeutic agent: A pilot study with in vitro models and human intervention. Fitoterapia 85: 25-34 (2013)
6. Lee Y.M. et al. Benzyl isothiocyanate exhibits anti-inflammatory effects in murine macrophages and in mouse skin. J Mol Med 87: 1251-1261 (2009)
7. Conrad A. et al. Broad spectrum antibacterial activity of a mixture of isothiocyanates from nasturtium (Tropaeoli majoris herba) and horseradish (Armoraciae rusticanae radix). Drug Res 63: 65-68 (2013)
8. Dufour V. et al. The antibacterial properties of isothiocyanates. Microbiology 161: 229-243 (2015)
9. Borges A. et al. Antibacterial activity and mode of action of selected glucosinolates hydrolysis products against bacterial pathogens. J Food Sci Technol. 52 (8): 4737- 48 (2015)
10. Pleschka S. et al. Testing of the antiviral activity of ANGOCIN® Anti-Infekt N mixture on influenza virus A/Hamburg/01/09 (H1N1v) replication on MDCK-II-cells and A549-cells via Focus- and HA-Assay; Publikation in Vorbereitung
11. Sprössig M., Schabinski-Stepan M. Einfluss des Wirkstoffes aus der Kapuzinerkresse auf die intracelluläre Virussynthese. Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten 143: 215-222 (1956)
12. Winter A.G., Rings-Willeke L. Untersuchungen über den Einfluss von Senfölen auf die Vermehrung des Influenza-Virus im exembryonierten Hühnerei. Archives of Microbiology 31: 311-318 (1958)
13. Kariuki S. Global burden of antimicrobial resistance and forecasts to 2050. The Lancet Vol 404: 1172-1173 (2024)
14. World Health Organization (WHO). Antimicrobial resistance – Fact sheet. Geneva: WHO, updated 2024
15. Kassner N. et al. Investigation into the Effectiveness of an Herbal Combination (Angocin® Anti-Infekt N) in the Therapy of Acute Bronchitis: A Retrospective Real-World Cohort Study. Antibiotics 13(10), 982 (2024)
16. Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (Hrsg.): S3-Leitlinie „Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei Erwachsenen“ – Aktualisierung 2024. Langversion, 3.0, AWMF-Registernummer: 043/044, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-044
17. Goos K.-H. et al. Aktuelle Untersuchungen und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitis, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung bei Kindern im Vergleich zu anderen Antibiotika. Drug Res 57 (4): 238-246 (2007)
18. Goos K.-H. et al. Wirksamkeit und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitis, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung im Vergleich zu anderen Therapien unter den Bedingungen der täglichen Praxis. Drug Res 56 (3): 249-257 (2006)
19. Marcon J. et al. In vitro efficacy of phytotherapeutics suggested for prevention and therapy of urinary tract infections. Infection 47 (6): 937-944 (2019)
20. Mutters N. et al. Treating urinary tract infections due to MDR E. coli with Isothiocyanates a phytotherapeutic alternative to antibiotics? Fitoterapia 129: 237-240 (2018)
21. Kaiser SJ. et al. Natural isothiocyanates express antimicrobial activity against developing and mature biofilms of Pseudomonas aeruginosa. Fitoterapia 119: 57-63 (2017)
22. Ta CAK. et al. Mini review of phytochemicals and plant taxa with activity as microbial biofilm and quorum sensing inhibitors, Molecules 21,29 (2016)
23. Borges A. et al. Evaluation of the effects of selected phytochemicals on quorum sensing inhibition and in vitro cytotoxicity. Biofouling 30, No. 2: 183-195 (2014)
24. Albrecht, U. et al. Eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie eines pflanzlichen Arzneimittels aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in der Prophylaxe von rezidivierenden Harnwegsinfekten. Curr Med Res Opin 28 (11): 2415-2422 (2007)
25. Kassner N. et al. Effectiveness of a Combination of Nasturtium Herb and Horseradish Root (Angocin® Anti-Infekt N) Compared to Antibiotics in Managing Acute and Recurrent Urinary Tract Infections: A Retrospective Real-world Cohort Study. Antibiotics 13 (11): 1036 (2024)

Pressekontakt:
CGC – Cramer-PR im Gesundheitswesen
Frank Etzel
T: 06196 / 58655 966
[email protected]
Original-Content von: CGC – Cramer-PR im Gesundheitswesen, übermittelt durch news aktuell
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