Donnerstag, April 23, 2026

Ambulante oder stationäre Pflege? Eine wichtige, aber auch schwere Entscheidung

Mainz (ots) –

Wird ein Angehöriger zum Pflegefall, gibt es viele Fragen zu klären und Entscheidungen zu treffen. Je höher der Pflegegrad, desto schwerer die Beeinträchtigungen. Nicht zuletzt muss man sich die Frage stellen, ob es möglich ist, dass die pflegebedürftige Person sicher zuhause wohnen bleiben kann.

Die Entscheidung, ob die Pflege ambulant von zuhause durch Pflegepersonal oder Angehörige oder in einer stationären Einrichtung erfolgen soll, hat weitreichende Auswirkungen für beide Parteien. Viele Pflegebedürftige und auch Angehörige wünschen sich, dass die pflegebedürftige Person so lange wie möglich zuhause betreut und gepflegt werden kann. Laut Statistischem Bundesamt werden aktuell rund 4 von 5 Pflegebedürftigen zuhause versorgt.

Ambulante Pflege: Freiheit zu Hause

Der Angehörige bleibt bei der ambulanten Pflege in seinem gewohnten Umfeld. Diese Form der Pflege bietet viel Stabilität und Flexibilität. Kümmern sich Angehörige um die pflegebedürftige Person, benötigen diese ebenfalls ein hohes Maß an Flexibilität und Zeit.

Stationäre Pflege: Wohnort und dauerhafte Versorgung in einem

Ist die häusliche Umgebung nicht mehr sicher, benötigt der Pflegebedürftige eine komplexe medizinische Betreuung oder wünscht sich eine soziale Gemeinschaft, kann eine stationäre Pflege in Betracht gezogen werden.

Viele Faktoren bei Entscheidungsfindung zu berücksichtigen

Die Abwägung zwischen ambulanter und stationärer Pflege ist oft schwer. Als Angehöriger kommen emotionale Faktoren hinzu, die die Entscheidung zusätzlich beeinflussen. Diese Fragen sollten, unabhängig von der emotionalen Bindung zum Pflegebedürftigen, ehrlich beantwortet werden:

– Wie ist der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen?
– Wie hoch ist der tatsächliche Pflegeaufwand?
– Wie gestaltet sich die häusliche Umgebung? Gibt es Sicherheitsbedenken?
– Wie sind die finanziellen Ressourcen? Welche finanziellen Unterstützungen sind möglich?
– Gibt es freie Kapazitäten ambulanter Pflegekräfte?
– Wie sind die sozialen Bedürfnisse und Präferenzen des Pflegebedürftigen?
– Wo kann ich mich beraten lassen? Wo bekomme ich Unterstützung?

Welche Pflegeform letzten Endes die richtige ist, ist abhängig von der Pflegebedürftigkeit und den Wohnverhältnissen der zu pflegenden Person. Ist kein Angehöriger vor Ort, ist die 24-Stunden-Pflege eine weitere Option. Dabei versorgen Betreuungskräfte die Pflegebedürftigen in deren eigenen vier Wänden und sind permanent vor Ort.

Durch das neue Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz ist mit 01.01.2024 die Anhebung des Zuschusses für die pflegebedingten Aufwendungen bei vollstationärer Pflege und weitere Erhöhungen geplant. (Wir informierten am 05.12.2023)

„Pflegebedürftigen Menschen und pflegenden Angehörigen die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, ist für uns eine Herzensangelegenheit“ erklärt Johannes Haas, Gründer und Geschäftsführer des Verbund Pflegehilfe, „betroffenen Personen bestmöglich durch oftmals schwierige Situationen zu helfen, um jedem Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Pflege steht Ihnen unsere unverbindliche und kostenlose Pflegeberatung unter der Telefonnummer 06131/2652061 täglich von 8-20 Uhr unterstützend zur Seite

Pressekontakt:
Verbund Pflegehilfe
Pressesprecherin
Isabelle-Kristin Müller
0176/214 202 49
[email protected]
Original-Content von: Verbund Pflegehilfe, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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